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Die seltsame Vermehrung von REGA-Helikoptern

Von Ernst Zurbrügg

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Wir alle schätzen sie und sind dankbar, wenn uns im Falle eines Unfalles die REGA-Crew aus einer misslichen Lage befreit und uns professionell betreuen kann.

In Zweisimmen wurde im November 2013 die neuste Basis bezogen und wird seither rege genutzt. Von den über 6000 Notfällen, die 2018 im Spital Zweisimmen behandelt wurden, hat wohl der «Rote Heli» einen schönen Teil angeliefert. Dafür sind alle Betroffenen dankbar.

Was sich nun aber abspielt und vom Basisleiter in der SZ kommuniziert wurde, wirft einen dunklen Schatten auf das Image der REGA (die REGA gilt in der Schweiz als die Organisation mit dem höchsten Ansehen in der Gesellschaft). Von Weihnachten bis Ostern fliegt die REGA nun jeden Abend von Zweisimmen über den Berg und nächtigt in Saanen.

Ein paar Gstaader Bonzen und die Gemeinde Saanen (oder heisst sie nun schon Gemeinde Gstaad?) wollen auch nachts einen startklaren Rettungs-Heli vor der Tür haben. Dafür hat man angeblich der REGA kurzerhand einen Check von 900 000 Franken in die Hand gedrückt mit der Bedingung, dass der Heli nun nachts im Saanenland stehen solle. Leider war in der REGA-Info davon keine Rede.

Wie lange geht es wohl und wie gross darf der Check sein, bis die REGA ihre Zelte definitiv im Saanenland aufschlägt, um den gut betuchten Gästen ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln? Hangarplatz hat man ja in Saanen neuerdings genug.

Mit Distanz und Zeitgewinn kann hier nichts erklärt werden. Im Gegensatz zur Ambulanz hat der Heli zirka zwei bis drei Flugminuten von Zweisimmen ins Saanenland. Flugtechnisch kann ich auch keinen plausiblen Grund finden, sonst könnten nicht so viele Helis nachts das Spital Zweisimmen anfliegen. Es drängt sich mir also nur das «Gstaader-Image» als wahren Grund auf. Dass sich der Basisleiter zu einer so skurrilen Aussage bewegen lässt, dass es jetzt «einen zusätzlichen Heli» in der Region habe, kann ich nicht verstehen. Für mich ist Fakt, dass es nachts im Saanenland einen zusätzlichen Heli hat und im Simmental keinen mehr. Dass in letzter Zeit ein nächtlicher Verlegungsflug von Zweisimmen nach Bern nicht von der einheimischen Crew geflogen werden konnte, wegen Nebel über die Möser, ist wohl eine Folge davon. Nach etwa einer Stunde soll dann der Heli von Bern gekommen sein.

Ich wünsche mir von der REGA eine ehrlichere Informationspolitik. Das begründet hohe Ansehen sollte nicht mit solchen Bakshish-Übungen befleckt werden. , Zweisimmen

Erstellt am: 24.01.2019

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Kommentare
Kn 29.01.201918:38 Uhr

Test

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