«Nachruf» zur abgelehnten Begrenzungsinitiative

Nun ist es also passiert, die Begrenzungsinitiative ist abgelehnt worden. Ich gebe mir gar keine Mühe, meinen Ärger darüber zu verstecken.

Allen, die stolz darauf sind, mit einem «Nein» diese Initiative versenkt zu haben, möchte ich jetzt sagen: Ihr müsst nie mehr jammern über Staus auf den Strassen, über volle Züge, über hohe Mieten, über Kulturlandverlust infolge des Baubooms, über steigende AHV/IV-Abzüge, über hohe Kosten für Schulneubauten, Gefängnisse und Bürokratie. Nie mehr enttäuscht sein, wenn ausländische, billigere Arbeitnehmer euch die Stelle wegnehmen. Nie mehr klagen über die täglichen Überfälle auf Tankstellen, Läden und Banken und nicht zuletzt sollten alle diejenigen, die «Nein» gestimmt haben, das Wort «Klimaschutz» nie mehr in den Mund nehmen! Denn eines ist klar: Je weniger Menschen da sind, umso besser geht es dem Klima, denn die Masse der Menschen ist das grösste Problem.

Übrigens ist bereits eine Unterschriftensammlung im Gange, die eine bessere Arbeitsplatzsicherheit für ältere Arbeitnehmer herbeiführen möchte. Das wäre bei einer Annahme der Begrenzungsinitiative nicht nötig gewesen! Denkt an meine Worte, vielleicht seid ihr eines Tages gar nicht mehr so stolz auf euer «Nein».