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Plädoyer für die Maternité Alpine – Unterstützen Sie das Geburtshaus!

Von Marlen Eggen, Zweisimmen

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Am 18. Februar konnten wir in der Simmental Zeitung lesen, dass die Maternité Alpine ohne Spenden nicht weiter bestehen kann. Ich möchte daher Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Region dazu aufrufen, diese geniale Arbeit mitzutragen!

Ich bin Mama von vier Jungs, drei davon sind in den letzten vier Jahren hier im Geburtshaus zur Welt gekommen. Für mich ein riesiges Geschenk und ein grosses Privileg, dass wir hier in der Region eine solche Geburtshilfe haben dürfen.

Immer wieder war ich beeindruckt von der Leidenschaft, der Professionalität und dem Engagement, welches diese Frauen (Hebammen/Hauswirtschafterin usw.) an den Tag legen. Auch muss hier der Einsatz von Frau Dr. Kleinebekel erwähnt sein, welche sich mit Herz und Fachkompetenz für die schwangeren Frauen einsetzt und bei Notfällen zur Verfügung steht.

Immer wieder habe ich mir vorgestellt, wie es wäre, in einer Winternacht bei Schneegestöber im Schneckentempo (wegen vereisten und verschneiten Strassen) nach Thun oder Frutigen fahren zu müssen. Die Chance, dass mindestens einer meiner Söhne so im Auto zur Welt gekommen wäre, ist relativ gross.

Ich stelle mir die werdenden Mamas vor, die von der Lauenen oder vom Turbach diese Reise antreten müssten. Bei diesen Gedanken fühle ich mich irgendwie in eine andere Zeit oder Kultur versetzt, eben dahin, wo es nicht selbstverständlich ist, dass eine Geburt in einem sicheren, geschützten Rahmen stattfinden kann. Traurig dabei ist, dass anscheinend Staat und Kanton nicht bereit sind, hier in die Bresche zu springen, um für eine Selbstverständlichkeit aufzukommen.

Ich glaube jedoch, dass es in Zukunft immer mehr Situationen geben wird, wo wir uns entscheiden müssen, selbst für uns und unsere Mitbürger Verantwortung zu übernehmen. Dabei darf man nicht vergessen, dass es bereits Frauen und Männer aus «unseren Reihen» waren, die nach der Schliessung der Geburtsabteilung im Spital Zweisimmen aufgestanden sind und sich mit viel Aufopferung für eine gute Geburtshilfe in unserer Region eingesetzt haben. Es darf nicht sein, dass diese Bemühungen in der Schliessung der Maternité Alpine enden.

Wenn Sie selbst nicht betroffen sind, ist es vielleicht Ihre (Schwieger-)Tochter, Ihre Enkelin oder Ihre Nachbarin, welcher Sie mit einer Spende den nahen Zugang zu einer hochstehenden Schwangerschaftsbegleitung und Geburtshilfe ermöglichen. Würde jeder Einwohner vom Simmental, Saanenland und Pays-d’Enhaut pro Monat einen Franken geben, könnte die Maternité Alpine erhalten bleiben!

Erstellt am: 11.03.2021

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