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Wunderfranken für das Rellerli!

Von Matthias Kurt, Zweisimmen

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Bis Mitte Jänner waren zu viele Bergbähnler «Grännis». Dann kamen Schnee, Sonne und trockene Kälte. Begeisterte Gäste schenkten Lenk Bergbahnen einen Februarrekord und die für die Branche so wichtigen Voralpen-Kleinlifte jauchzten Spitzenfrequenzen. Nur eine Bahn stand in der entscheidenden Zeit meistens still: Das Rellerli. Die Bahn auf dem Top-Ganzjahresberg der Destination Gstaad soll 2019 abgerissen werden. So will es das Schelmenstück «Sanfte Sanierung Bergbahnen Destination Gstaad BDG». Bestandteil der Sanierung ist der Rellerli-Rückbau. Zugleich wurde das Berghaus und die Bergstation Rellerli an Ernesto Bertarelli verkauft, der so edel der Destination dienen will. Doch die BDG steht immer noch mit einem Vertrag mit der IG Rellerli, dem früheren Rellerli Verwaltungsrat, in der Pflicht, die Rellerlibahn bis Ende 2018 zu betreiben. Im super Februar hat die BDG Vertragsbruch gemacht und müsste nun die Bahn für einen Franken an die IG zurückgeben. Wäre dies nicht ein Riesennutzen für die Destination?

Der finanziell klammen BDG werden die Rückbaukosten erspart. Mit dem Weiterbetrieb der Bahn erhält Ernesto Bertarelli die planungsrechtlichen Möglichkeiten, sein vielversprechendes spannendes Projekt auf dem Rellerli zu verwirklichen. Ohne Bahn besitzt er nämlich kein Zufahrtsrecht und die Landschaftsschützer würden mit starken Trümpfen alle Rechtsmittel einsetzen. Es drohen jahrelange Rechtshändel.

Die IG Rellerli bietet Gewähr, dass die Bahn smart weiter betrieben, ein attraktives Angebot neben der Luxus-Lodge entstehen und der Ganzjahresberg Rellerli kreativ gestärkt wird. Zum Wohle von Schönried und der Destination Gstaad. Ein Franken für ein Win-Win, für das es sich lohnt, dass Entscheidungsträger über den eigenen Schatten springen.

Erstellt am: 09.03.2017

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