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Zentralisierung – Spitalschliessung – Corona

Von Christine Stucki

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Mitte der 1980er Jahre beginnen die Patientenzahlen zu schwinden, die neuen medizinischen Techniken – Schulungen – machten es möglich. Jedoch den Genesungsprozess jeder einzelnen Person konnte und kann man nicht beeinflussen – oder doch? Es ist ja jedem freigestellt, dies im eigenen Interesse zu tun, um möglichst wenig und so viel ärztliche Hilfe zu beanspruchen, damit die Krankenkassenkosten nicht unnötig in die Höhe schnellen. Ende der 1980er Jahre wurde geprüft, welche Spitäler was anbieten. Natürlich waren das an die Bedürfnisse der Bevölkerung (sprich Randregionen), gute, weit geflechtete, angepasste Angebote, um weite Anfahrten zu vermeiden und für diejenigen, die nicht mobil sind. Emmental – Schwarzenburg – Saanenland – Simmental – Diemtigtal.

Dann hiess das Zauberwort Zentralisierung. (Anmerkung der Redaktion: Der Kanton wollte die 30 Bezirks- und Regionalspitäler in vier Versorgungs-Regionen zusammenfassen. Der Verband der Bernischen Krankenhäuser startete dagegen eine Spitalinitiative, welche versuchte, mit einer Unterschriftensammlung, Sensibilisierung auf den vielleicht eintreffenden Notstand hinzuweisen.) Auch ich war mit Unterschriftenbögen und Plakaten unterwegs. Zweisimmen, Lenk im November mit dem Velo, auch ging ich ins Saanenland. Die Abstimmung fiel aber leider zugunsten der Zentralisierung aus. Spitalabteilungen und Spitäler wurden geschlossen oder umgebaut, Arbeitsplätze verschoben… und aufgehoben. Zwar hiess es, es sind immer noch zu viele.

Viele Jahre später… man schreibt das Jahr 2020 der Corona-Pandemie… In Bergamo Notstand pur. Solche Bilder könnten aus Kriegsgebieten stammen. Nachts fahren sie in Militärlastwagen die Toten aus der Stadt in die Krematorien. Übernächtigte Ärzte und Pflegepersonal kämpfen um die Leben vieler.

Und hier in der Schweiz wird das Menschenmöglichste gemacht. Hat es noch genug Betten? In diesen vielen Spitälern, die den Schrumpfungsprozess überlebt haben? Jetzt weiss es noch niemand, die Spirale zeigt noch steil nach oben.

Ein Gedanke von mir: Wenn die abgebauten Spitäler noch da wären – zwar 30 Jahre auf einem Minimum gelassen und inzwischen Firmen die Räume gemietet hätten – und diese jetzt wieder raus müssten? Um in kurzer Zeit wieder als Spital zu funktionieren – des einen Leid, des anderen Freud.

Was müssen wir jetzt tun? Genau befolgen, was der Bundesrat befiehlt und auch die Meinungen von Daniel Koch. An dieser Stelle möchte ich mich für die vielen, vielen Sitzungen und Besprechungen, der bis jetzigen guten Ratschläge und Anweisungen bedanken. Dies passierte sicher auf exakte Beobachtungen vom Ursprungsort Wuhan, um einen Notstand zu verhindern. Die Regel einhalten und nur für das Lebensnotwendige aus dem Haus gehen. So steuern wir bei, dass wir gesund bleiben und andere schützen.

, Zweisimmen

Erstellt am: 02.04.2020

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