Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Suppentag der 5./6. Klasse der Schule Boltigen

Frühlingsgemüse-Cremesuppe zur Fastenzeit

Passend zur Fastenzeit organisierte die 5./6. Klasse aus Boltigen während des vergangenen Monats einen Suppentag. Am Montag, 8. April war es schliesslich so weit und knapp 150 Liter Suppe schenkten die Schülerinnen und Schüler der Boltiger Gemeinde aus.

rating rating rating rating rating

Suppentag der Schule Boltigen

/

So viel Gemüse wartet heute auf die Schüler zum Rüsten.

© Zacharias Borer

Frau Gerber zeigt den Schülern vor, wie die Partybrote hergestellt werden.

© Zacharias Borer

Schülerinnen beim Erstellen der Partybrote.

© Zacharias Borer

Höchste Konzentration – sodass auch jedes Partybrot richtig aussieht!

© Zacharias Borer

Hier werden im Teamwork Partybrote hergestellt…

© Zacharias Borer

Akkordschälen bei der Kartoffel-Rüststrasse.

© Zacharias Borer

Nach dem Schälen werden die Rüebli klein geschnitten.

© Zacharias Borer

Ein mutiger Schüler wagt sich an den Lauch.

© Zacharias Borer

Eine Kiste Kartoffeln ist schon fertig – wo ist die nächste?

© Zacharias Borer

Die leckeren Partybrote in ihrer vollen Pracht.

© Zacharias Borer

Die Verkaufsstrassen in der Pausenhalle in Reidenbach.

© Zacharias Borer

Die ersten Kunden sind schon da und rasch werden sie bedient.

© Zacharias Borer

Manchmal gab es auch eine Schlange – der richtige Moment für einen kleinen Schwatz.

© Zacharias Borer

Die Suppe duftet herrlich!

© Zacharias Borer

Eifrig wird Suppe abgefüllt.

An einem Montagmorgen, kurz nach den Sportferien anfangs März, stand im Klassenrat das Traktandum «Suppentag» auf der Liste und die Boltiger Schülerinnen und Schüler der 5./6. Klasse fragten sich schon, was dies zu bedeuten hatte. Schliesslich lüftete der Klassenlehrer das Geheimnis und die Klasse machte sich daran, passend zur Fastenzeit, einen Suppentag zu organisieren.

Während den nächsten Klassenratssitzungen wurde benötigtes Material organisiert, Gruppen zur Verteilung der Bestellzettel gebildet und der Ablauf des Suppentages besprochen. Mitte März machten sich dann die 5./6.-Klässler an einem Donnerstagnachmittag auf und verteilten in der ganzen Gemeinde Boltigen Suppenbestellzettel, wo nebst leckerer Frühlingsgemüse-Cremesuppe auch Partybrote, Wienerli und Schweinswürste bestellt werden konnten.

Während den nächsten drei Wochen kamen immer wieder Bestellungen in die Schule und die Klasse freute sich täglich über die wachsende Bestellmenge an Suppe. Schliesslich wurden bis anfangs April gut 140 Liter Suppe, fast 80 Partybrote und viele Würste bestellt.

Der Kampf gegen die Zwiebeln
Am Morgen vom 8. April kam die Klasse bewaffnet mit Sparschäler in die Schule. Sie alle wussten, dass es heute ernst galt und ganz nach dem Motto «Ran ans Gemüse!» wurden die Ärmel hochgekrempelt und alle waren für das Suppenkochen bereit. Kurz vor 9 Uhr holte Frau Gerber die Klasse im Klassenzimmer ab und es ging in den Hauswirtschaftstheorie-Raum, wo schon 24 Kilogramm Brotteig in vier verschiedenen Sorten auf die Kinder wartete. Frau Gerber zeigte der Klasse vor, wie die Partybrote geformt und angeordnet werden sollten und die 46 Kinderhände mussten sich nicht lange bitten und schon waren alle mit Teig an den Händen in vollem Eifer an der Arbeit.

Nachdem jedes Kind gut vier Brote geformt hatte, konnten die ersten in die Hauswirtschaftsküche zum Gemüserüsten. In vier Rüststrassen aufgeteilt – Kartoffeln, Rüebli, Sellerie-Kohl und Lauch-Zwiebeln – starteten die Schülerinnen und Schüler, ausgerüstet mit ihren Sparschälern, wie die Wilden kistenweise Gemüse zu schälen und klein zu schneiden.

Die letzte Rüststrasse, die mit dem Lauch und den Zwiebeln, war nur etwas für «Hartgesottene», denn es dauerte nicht lange und so manche Träne kullerte die Backe herunter. Nach dem Kampf gegen die Zwiebeln äusserte sich ein Schüler: «Jetzt habe ich wahrscheinlich so viel geweint, wie wenn mich 100 Freundinnen verlassen hätten!» Schliesslich war gegen 11.20 Uhr sämtliches Gemüse verarbeitet und so hatte uns freundlicherweise im Anschluss darauf Urs Wittwer von der Boltig-Metzg alle Zutaten mit Fleischwolf noch weiter verkleinert.

Frühlingscreme-Suppe bereit für den Verkauf
Den ganzen Nachmittag hindurch schwingte dann Frau Gerber den Kochlöffel und zauberte aus dem fein zerkleinerten Gemüse eine frühlingshafte Gemüsecremesuppe. Rund 150 Liter Suppe kochte sie in der Suppenküche der Schule Boltigen, welche schliesslich in drei Militärspeisträgern für den Verkauf bereitstanden.

Kurz vor 17 Uhr kamen die ersten Kunden zur Pausenhalle beim Schulhaus Reidenbach. Zum Glück war die erste Arbeitsschicht der 5./6. Klasse schon anwesend und eingewiesen, sodass die suppenhungrige Bevölkerung zügig bedient werden konnte. Es dauerte zwar einen Moment, bis die in Gemeindegebiete eingeteilten Verkaufsstrassen von den Neuankömmlingen verstanden wurden, doch schliesslich kamen alle rechtmässig zu ihren Bestellungen.

Behände füllten die Schülerinnen und Schüler die leckere Suppe ab, verpackten die bestellten Würste, händigten die farbigen Partybrote aus oder wickelten an der Kasse die Finanzen ab. Gegen 19.20 Uhr waren bis auf wenige Liter Suppe, einigen Würsten und eine halbe Kiste Partybrote praktisch alle Bestellungen über den Ladentisch gegangen und der Suppentag der Schule im Magen von vielen Boltigerinnen und Boltigern bereits in schmackhafter Erinnerung.

Grosses «Merci»!
Die Schülerinnen und Schüler der 5./6. Klasse sowie die organisierenden Lehrpersonen durften mit dieser Aktion einen tollen Anlass erleben, der wie immer nur durch die grossartige Unterstützung verschiedener Personen möglich war. Gerne möchte sich die ganze Klasse ganz herzlich bei Erika Gerber für die äusserst leckeren Brotteige, bei Silvia Bichsel für das feine und frische Gemüse, bei der Boltig-Metzg für die schmackhaften Würste und weitere Hilfe und bei Ursula Gerber für den schwingenden Kochlöffel in der Suppenküche recht herzlich bedanken!

Schliesslich gilt auch noch ein grosses «Merci» allen, die reichlich Suppe bestellt hatten und diese mehr als grosszügig entgolten haben, sowie allen, die beim Verteilen der Suppenbestellzettel auch ohne Bestellung einen schönen Batzen der Klassenkasse zukommen liessen. Mit dem Erlös wird die Klasse dieses Jahr auf eine zweitägige Schulreise gehen und freut sich schon jetzt auf dieses tolle Erlebnis!

Erstellt am: 18.04.2019

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
Interessante Artikel