Simmental

Zwei erlebnisreiche Skipatrouillen-Tage

Eindrücklich: 50 Jahre Zweitägeler im Obersimmental

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Hans Bühler aus Bösingen und Alfred Ryter aus Uetendorf haben alle 50 Schweizer Wintergebirgs-Skiläufe in den Obersimmentaler Bergen erfolgreich bewältigt. Wie die beiden erreichten alle 472 Skiläufer der 95 Patrouillen am Jubiläums-Zweitägeler an der Lenk das Ziel.

ich: 50 Jahre Zweitägeler im Obersimmental

Für die beiden Jubilare gab es viel Applaus und die Anerkennung von höchster Stelle. Von links: OK-Präsident Oberstlt Rolf Matti, Hans Bühler, Bösingen, Alfred Ryter aus Uetendorf mit der Jubiläumsglocke und Divisionär Jean-Marc Halter.

ich: 50 Jahre Zweitägeler im Obersimmental

Patrouille im Aufstieg, absteits von Pisten und Bergbahnen aber auf der lawinensicheren Golderne-Route.

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Für Alfred Ryter aus Uetendorf war jeder seiner 50 Zweitägeler mit einem besonderen Erlebnis verbunden. Am Tagesziel in der Garstatt wurde der Jubilar von Osggi Stalder herzlich begrüsst.

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Die Mountaineerings trugen als jüngste Patrouille die SUOV-Jugendstandarte auf dem Marsch zum Leiterli mit. Auf der Marschpause geniesst das Team von Manuel Rufer, Manuel Beutler und Thomas Wahli das herrliche Panorama.

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Bereits zum zweiten Mal nahm die Krankenschwestern-Patrouille aus Belgien den Bergkristall für die grösste Anzahl neuer Teilnehmerinnen ins Val Saint Lambert mit.

Unter dem Patronat des Schweizerischen Unteroffiziersverbandes (SUOV) und der UOV-Sektion Obersimmental nahmen über das Wochenende 472 Läuferinnen und Läufer die zwei Tagesetappen zum 50. Schweizer Wintergebirgsskilauf in Angriff. Im internationalen Läuferharst liefen über 200 Teilnehmende aus Frankreich mit. Gegen 50 kamen aus zehn weiteren Staaten. Ein Deutscher Offizier meinte zufrieden und mit strahlender Mine beim Posten 24: «Ganz toll, was ihr da auf die Beine gestellt habt. Die Spurpatrouillen haben ganze Arbeit geleistet und zwei lawinensichere Tagesstrecken gewählt, herzliche Gratulation und bis zum nächsten Jahr.»

Sicherheit stand zu oberst

Vieles hat sich seit dem ersten Lauf verändert. Oberstlt Rolf Matti: «Die Anforderung dem körperlichen Einsatz, dem skifahrerischen Können und dem Durchhaltewillen ist auch heute noch ausserdienstliche Tradition. Dazu kommt die Kunst der Patrouillenführung auf den beiden Tagesstrecken.» Nach der gemütlichen Tour von Zweisimmen hinauf zum Sparenmoos mit der anschliessenden Abfahrt zur Garstatt blieb bis zur Jubiläumsfeier genügend Zeit zur Pflege der vielen Kameradschaften. Für den Sonntag an der Lenk musste sich Streckenchefin Wm Ariane Stäubli der Natur und den mit Gleitschnee geladenen Hängen beugen und kurzfristig auf die allerdings kürzere Pöschenried-Golderne-Route auf’s Leiterli ausweichen. So erreichten alle Teilnehmenden ohne nennenswerte Blessuren über die Tschuggenabfahrt das Ziel.

Eine Glocke zum 50. Lauf

«Jeder der 50 Zweitägeler ist auf seine Art speziell», zieht der 72-jährige Alfred Ryter aus Uetendorf Bilanz. «Mein erster Lauf bin ich auf 2.20 Meter langen Ordonnanz-Holzski mit blauen Hornkanten und einer Kandahar-Kabelzugbindung gelaufen. An die Blasen an beiden Füssen in den Ordonnanzschuhen erinnere ich mich heute noch.» Anfangs gehörte auch der Karabiner zur Marschpackung. Ryter erinnert sich: «Bei einem Sturz, ja vom Material her waren diese nicht selten, bekam man oft vom Karabiner noch eines auf den Grind.» Bei der BLS-Marschgruppe gehörte ein Stumpen zum verdienten Gipfelwein. Bei einem Laufkameraden sind bei einem Sturz Knochen und Skis ganz geblieben. Den brennenden Stumpen hatte er jedoch verschluckt. Der Jubilar lachte herzhaft und schüttelte kurz die erhaltene Jubiläumsglocke: «Wenn du 50 Zweitägeler mitgemacht hast, gefällt dir der Anlass. Vorausgesetzt, dass meine Gesundheit weiterhin mitmacht, komme ich nächstes Jahr wieder.»

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