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Ä Tour uf ds Wildhorn mit em Sami Schläppi

Wär vo üs geit nid gärn mit,wenn’s öppe Sami-Toure git.U söttis gar no ds Wildhorn si,de trudle d’Lüt i Schare i.

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D’Schi si glade, d’Ruckseck voll,

ds Wätter sunnig, eifach toll.

Schnee hets sicher ou no gnue,

me trabt em Alperösli zue.

Das isch im Pöscheried ar Länk;

hie trinkt me no äs Kafi dänk.

D’Begrüessig die isch froh u heiter,

vor allem die vom Toureleiter,

wo bald scho seit: mir sötte ga,

ds Gobeli-Taxi, das isch da.

Jetz isch verbi die Kaffi-Rueh,

schnäll schlüft me drum i d’Toure-Schueh,

nimmt Schi u Stock i d’Händ

u fahrt scho bald dür kurvigs Gländ.

Bis Iffigalp ä Viertelstund,

iklemmt uf änge Sitze und

lacht u schwätzt u freut sich sehr,

uf dä grossi Wildhorn-Chehr.

Chum us äm Bus herrscht gschäftigs Tribe:

Schnäll no Sunnecrem iribe,

dr Rucksack packe, d’Fäll uf d’Schi;

jedes steit ir Reihe i.

Dr Sami kontrolliert no guet,

ob ds Barryvox rächt pfiffe tuet.

U scho geits los mit guetem Schritt,

vorus dr Sami, die andere mit.

Langsam, stetig geit’s bärguf,

mit däm Schritt chunnsch nid i Schnuf.

Samis Spur bringt üs schnäll wit,

so dass äs bald scho z’Vieri git.

Me hockt chlei ab, luegt übere See,

u cha de dört scho d’Hütte gseh.

Aes brucht jetzt öppe no ä Stund,

bis me de dört häre chunt.

Me schnufet uf, jetz simer hie,

vo de Schi d’Fäll abzieh,

u de ohni gross a z’chlopfe,

grad i d’Hütte inestapfe.

Dr Hüttewart, dä zeigt üs nätt,

wo mir chöi lige i de Bett.

U innert ganz ere churze Zit,

dr Inhalt vom Rucksack umelit,

wird verteilt u neu igschichtet,

derzue wird glachet u gredt u brichtet.

Di einte tüe scho Blattere finde

u müesse sorgfältig se verbinde.

Di andere hocke ir Stube unde,

binere Bier- oder Cola-Runde.

Dr Tisch wird deckt mit Teller u Gable,

u scho cha me afa schnable.

Dr Hüttewart dä het zum z’Nacht,

ä Riseplatte voll Rösti gmacht.

Ä Schwinsbratwurscht gits no derzue,

jede cha ässe dervo bis gnue.

Gli findt dr Sami, är söt ga lige,

är müess ja morn uf ds Wildhorn schtige.

Me gschpürt jetz d’Müedi i de Chnoche,

drum tuet me sich under Dechi loche.

U dass eim d’Schnarchler ja nid störe,

tuet me Oropax i d’Ghörgäng-Röhre.

So isch bald scho Rueh im Schlag,

jedes tröimt vom schöne Tag!

Doch wird me bald scho wider gweckt,

am füfi usem Schlaf ufgschreckt.

Dr Sami rüeft: S’isch us mit Rueh,

jetz gö mir am Wildhorn zue.

Packet d’Seck, tüet nüt vergässe,

mir wei angänds z’Morge ässe.

Kaffe, Gomfi, Brot u Anke,

so tuet me Kalorie tanke.

Duss isch’s chalt, äs geit ä Wind,

leg Häntsche a u Chappe gschwind!

Dr Sami geit scho wider vorus,

die wo zaagge, si gäng no bim Hus.

D’Schpur geit jetz bim Chilchli düre,

de chöme mir zum Gletscher füre,

ässe Stängel binere Rascht,

so chunnt niemer ä Hungerascht.

Äs isch gar nümme äso wit,

dr Gipfel im Glanz scho vor üs lit.

Am Schluss, da geiz im Zickzack ufe,

jetz müesse doch no alli schnufe.

Doch d’Belohnig, die isch gross,

ä so ne Ussicht isch famos.

Me lacht, me küsst, me gratuliert,

dr Gipfelwi, dä zirkuliert.

Ds Picknick lat me sich la munde,

dr Appetit, dä isch ä gsunde.

Vor Freud wei mir doch zäme singe,

lö ds Bärnbiet-Heimatlied erklinge.

U will äs jetz uf d’Abfahrt geit,

macht für ä Schtart me sich bereit.

De geits ändlech los im Schuss,

me stürzt sich voll i Pulver-Gnuss.

Dr Sami zersch, mit rassigem Schwung,

är isch mit siebezgi ja no jung.

Wie herrlech isch’s, so Böge z’fahre,

ä ganze keusche Hang z’verchare.

U fallt eis i die wissi Pracht,

de wir ringsetume glacht.

Me hilft ihm uf u putzt dr Schnee,

u scho geits wider los, juhee.

Ar Hütte verbi, d’Stöck undere Arm,

dr Schnee wird fuul u d’Sunne schint warm.

La zieh, la suuse, bis’s nümm geit,

de wärde wider d’Fäll agleit.

Dr Huet uf ä Chopf, äs isch so heiss,

ä halbi Stund no geit dä Schteiss.

Uf ds Iffighorn gö mir drum no,

dört wird wider Znüni gno.

Ä Schluck us dr Fläsche, chlei Schoggola,

scho chas wider witer ga.

No einisch stürze mir mit de Schi,

i herrlechi Häng u Felder dri,

dür Tannli u schteili Börter ab.

Z’underscht wird dr Schnee chli knapp,

me bringt d’schtand chum me ä Chehr,

dr Schnee wird Pfludi, dr Schnee wird schwer.

Doch ds Alperösli gseht me scho,

da wird dr letschti Schwung no gno.

Scho schtüre alli ds Beizli a,

für nes chüehlends Bier ga z’ha.

Alli si des Lobes voll:

Die Wildhorn-Tour isch würklech toll,

u dr Sami-Toureleiter,

ä ganz ä flotte Bärgbegleiter.

Mir chöme da no mängisch mit,

wenn äs Toure mit dir git.

U wünsche dir, trotz siebezg Länze,

äs gäb für di no lang kei Gränze:

Du chönnisch witerhin so gsund

uf alli Höger im Alperund.

Mach witer so no vili Jahr,

blib witer no der Schiklub-Schtar.

Häb vili schöni Sunneschtunde,

das wünscht dir dini Gäschterunde.

Erfunde, erdichtet u vortreit am Sami-Fescht ds Habkehre am 11. Ougscht 1990, von Annemarie Wirz, assistiert vom Henry Binz.

Erstellt am: 26.04.2018

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