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Simmenklänge.HKB talauf

Eine erfolgreiche Erlebniswoche an der Lenk

24 Musikstudenten weltweiter Herkunft haben an der Lenk mit ihrem Dozenten eine unvergessliche Studienwoche erlebt. Sie dankten es mit einem Meisterkonzert und zwei Studentenkonzerten, die alle höchsten Anforderungen gerecht wurden.

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Simmenklänge.HKB talauf

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© W. Zeller

Die Dozenten: Benjamin Schmid (Violine), Thomas Riebl (Viola), Peter Bruns (Violoncello) in Konzert

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Die Dozenten: Benjamin Schmid (Violine), Thomas Riebl (Viola), Peter Bruns (Violoncello)
Die Pianisten: Anna de Capitani, Tamara Chitadze, Igor Adreev

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Die Dozenten: Benjamin Schmid (Violine), Thomas Riebl (Viola), Peter Bruns (Violoncello) in Konzert

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Emma Warmelink und Yunah Prost beide Violoncello am Studierenden Konzert in der St Mauritius Kapelle

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Yun Tang am Studierenden Konzert in der St Mauritius Kapelle

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Yun Tang (Violine) am Studierenden Konzert in der St Mauritius Kapelle

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Die Dozenten: Benjamin Schmid (Violine), Thomas Riebl (Viola), Peter Bruns (Violoncello)
Die Pianisten: Anna de Capitani, Tamara Chitadze, Igor Adreev

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Marie-Sophie Baumgartner (Violine) und Tamara Chitadze am Flügel am Schlusskonzert in der Aula

© W. Zeller

Die Dozenten: Benjamin Schmid (Violine), Thomas Riebl (Viola), Peter Bruns (Violoncello)
Die Pianisten: Anna de Capitani, Tamara Chitadze, Igor Adreev

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Kulturförderung Lenk haben auch dieses Jahr die Meisterkurse für Studierende der Hochschule der Künste Bern (HKB) mit den Dozenten Benjamin Schmid (Violine), Thomas Riebl (Viola) und Peter Bruns (Violoncello) stattgefunden. Während der Studienwoche haben die Dozenten mit den Studenten drei Konzerte gegeben, die in der Qualität internationales Niveau hielten. Die Teilnehmenden der HKB haben die Lenk und seine traumhafte Umgebung genossen und werden sie in bester Erinnerung behalten, so eine Studentin aus Taiwan.

Während der Woche hatten die Musik- Studentinnen und Studenten die Gelegenheit, mit weltbekannten Musikern ihr Können zu verbessern. Die Dozenten wie die Studentinnen und Studenten haben die Woche an der Lenk sehr geschätzt, weil sie neben der Musik auch Zeit hatten, den persönlichen Kontakt in der zauberhaften Bergwelt zu pflegen. Da die Meisterkurse besucht werden konnten, erhielten die Zuschauer seltenen Einblick in die Feinarbeit der Musiker. «Es ist unglaublich, was die alles aus einem Instrument holen, das hätte ich nie gedacht», meinte ein Gast nach einer miterlebten Meisterstunde.

Das Dozierenden-Konzert in der St. Mauritius Kapelle
In verdankender Weise hat die Kirchenleitung die würdige und akustisch ideale St. Mauritius Kapelle für die Konzerte freigegeben. Gut vierzig Gäste warteten mit Spannung auf das Konzert der Künstler.

Benjamin Schmid eröffnete das Konzert mit Chaconne in g-Moll für Violine op.117.4 von Max Reger. Der Komponist selbst war sehr überzeugt von seinem Werk und meinte: «Ich weiss, dass es arrogant klingt, das so zu sagen, aber meiner Ansicht nach setzt dieses Violinkonzert die Linie von Beethoven und Brahms fort. Benjamin Schmid, bekannt für sein aussergewöhnlich breites Repertoire, gehört zu den vielseitigsten Geigern unserer Zeit. «The New York Sun» bezeichnete ihn als «one of the most valuable of today’s goldenageviolinists». Schmid ist mit Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra, dem Royal Concertgebouw, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem National Symphony Orchestra Washington, dem Gulbenkian Orchestra und dem Chamber Orchestra of Europe aufgetreten. Der Rezension des FONO FORUM im April 2013 ist zu entnehmen, dass Schmid ein souveräner Geiger ist, dem alles, was technisch schwierig ist im ausladenden Solopart, mit Leichtigkeit von der Hand geht. Reger schonte den Solisten nicht, er gab ihm gewaltig zu tun. Was man dann von Schmid zu hören bekam, war weit mehr, als man erwarten konnte. Virtuos von der ersten Note bis zum Schlussakkord.

Thomas Riebl trat mit Überzeugung mit Paul Hindemiths Sonate für Viola, op. 25.1 auf und überzeugte die aufmerksamen Zuhörer als virtuoser Könner an der Viola. Er ist 1956 in Wien geboren. Studium mit Siegfried Führlinger, Peter Schidlof und Sandor Végh. Mit 16 Jahren Debüt im Wiener Konzerthaus; seither Konzerte als Solist auf den bedeutendsten Podien Europas, Japans und der USA, z. B. mit dem Chicago Symphony Orchestra und den Wiener Symphonikern. Seit 2004 ist er Mitglied des Wiener Streichsextetts. Seit 1983 Professor an der Universität Mozarteum Salzburg. Derzeit ist er künstlerischer Leiter der Internationalen Sommerakademie Bad Leonfelden, Austria. An der Lenk lehrte er als Meister mit Kursinhalt Viola mit Schwerpunkt auf J. S Bach.

Peter Bruns als dritter Solist überzeugte mit Ernst Tochs Impromptu für Violoncello solo, op. 90c. Seine Interpretation faszinierte von Anfang an.

Peter Bruns studierte in Berlin bei Peter Vogler. Neben solistischen Verpflichtungen auf allen Kontinenten, in renommierten Konzertsälen und auf bedeutenden Festivals so u. a. in der Carnegie Hall, der Wigmore Hall, der Berliner Philharmonie, dem Wiener Musikverein und bei Festivals in Lockenhaus, Seoul, Bergen, Budapest, Berlin, unterrichtet Peter Bruns an der Musikhochschule Leipzig. Darüber hinaus ist Peter Bruns Künstlerischer Leiter des Mendelssohn Kammerorchesters Leipzig. Über seine Aufnahme der sechs Cellosuiten Bachs urteilte die Zeitschrift Early Music Review: «Das ist eine der besten Aufnahmen des Jahrzehnts. Sie kommt unter den Aufführungen der letzten Zeit Pablo Casals am nächsten.»

Krönung des Abends
Das Dozenten-Trio trat mit Ludwig van Beethovens Trio in Es-Dur für Violine, Viola und Violoncello, op. 3 an. Die drei Virtuosen überzeugten als Könner und rissen das Publikum in ihren Bann. Jede weitere Beschreibung der vorgetragenen Musik erübrigt sich. Das Konzert war die Krönung des meisterlichen Musikabends.
Die beiden Studierenden-Konzerte
Wer bei einem Konzert der Studierenden einen Musikvortrag mit Fehlern erwartet, liegt falsch. Was die jungen Musiker mit ihren Instrumenten leisten, ist hohe Klasse. Sie zeigen nicht nur, dass sie ihre Instrumente beherrschen, sondern sie präsentieren auch den Willen, dass sie bei ihren Meistern Virtuosität erlernen wollen. Jeder junge Musiker überzeugte mit seinem Vortrag. Sie brachten mit ihren Lehrern ein seltenes Kleinod an Kunst an die Lenk, das gebührenden Respekt und Anerkennung verdient. Schön wäre, wenn bei den nächsten Konzerten die Musiker der nächsten Generation vor vollen Rängen spielen dürften.

Erstellt am: 12.07.2018

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