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«Liebi macht erfinderisch» – Irrungen, Wirrungen und ein gigantisches Lügengebilde begeisterten das Publikum

Unter der Regie von Maya Grünenwald zeigt die Theatergruppe der Musikgesellschaft Lenk noch bis Ende März 2020 dieses heitere Stück über einen Taxifahrer, der in frecher Harmonie einem Leben als Bigamist frönt – bis eines Tages…

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«Liebi macht erfinderisch» – Irrungen, Wirrungen und ein Lügengebilde begeisterten das Publikum

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Die Theatergruppe vor dem Auftritt.

Das Ehepaar Meier (Markus Gerber, Theres Zurbrügg) wird von Oskar (Fritz Grünenwald, links) und Polizist Hungerbühler (Hans Zurbrügg, rechts) kritisch beäugt.

Hugo Meiers Frau Monika (Christine Schmid, Mitte) ist der Verzweiflung nahe. Innendesigner Bobby (Mario Tauss, rechts) schwadroniert.

Das Ensemble nach dem grandios gelungenen Auftritt.

Am 19. Februar fand im Löwensaal an der Lenk die fünfte Aufführung der Komödie «Liebi macht erfinderisch» von Ray Cooney, in der Mundartfassung von Jörg Schneider, statt. Der Löwensaal war bis auf den letzten Platz besetzt. «Kennen Sie auch Menschen, die genau nach Fahrplan leben? Hugo Meier ist so einer. Das muss er auch – er ist mit zwei Frauen verheiratet!» Mit diesen Worten begrüsste Regisseurin Maya Grünenwald das Publikum, bevor sich unter Applaus der Vorhang beiseiteschob und den Blick auf die beiden Wohnungen des Hugo Meier (gespielt von Markus Gerber) freigab.

«Stöckli haut es bald aus den Söckli!» Freund Oskar über Hugos Lügengebilde.
Das Publikum litt mit dem Protagonisten und je tiefer er sich in sein Netz aus Lügen, Halbwahrheiten und Erfundenem verstrickte, desto mehr fieberten die Zuschauenden der nächsten Szene entgegen. Das Stück ist temporeich und anspruchsvoll, die Rollen lebensecht und immer in leichter Nähe zum alltäglichen Wahnsinn geschrieben. Diese Mischung war es, welche dem Publikum Lacher in allen Färbungen sowie unzählige Freudentränen bescherte und die kleinen Schauspielfehler sympathisch erschienen liess. Die Aufführung war unvergleichlich lustig und schlicht grandios.
Ein Wunsch ging in Erfüllung
Die ersten Arbeiten zum Stück begannen bereits im September 2019 mit der Lesung und setzten sich im Oktober mit den ersten Proben im Löwensaal fort. So konnte das Lampenfieber bereits einige Male vorerlebt und die Technik getestet werden Das Einstudieren dieses Stücks war ein seit Langem gehegter Wunsch der Gruppe, wie Markus Gerber im Gespräch erklärt. Die verschiedenen Schauplätze, die sich im Bühnenbild zum Teil überlagern, machten die Arbeit zu einer Herausforderung. Hinzu kommt, dass sich aufgrund der Dramaturgie die Texte der Schauspielenden teilweise stark ähneln. Die Theatergruppe der Musikgesellschaft meisterte jedoch alle Hürden mit Bravour und bot dem Publikum eine rundum gelungene Interpretation dieser nicht ganz alltäglichen Komödie. So erfüllte sich auch einmal mehr, was für die Mitwirkenden das Schönste am Theaterspielen ist: den Besucherinnen und Besuchern einen unvergesslichen Abend zu bieten und gleichzeitig einen riesigen Spass in der Gruppe zu erleben. Die Rollenverteilung oblag Maya Grünenwald. Als seit vielen Jahren aktive Regisseurin verfügt sie stets über das nötige «Gspüri», den richtigen Personen den richtigen Charakter zuzuweisen. Hinter den Kulissen wirkten Anne-Marie Sahli als Souffleuse, Sandra Müller in der Maske und Oskar Minnig an Licht und Ton. Für das leibliche Wohl sorgten Ruth Müller und Irene Zahler am Buffet. Dass die Kasse stimmte, oblag Heidi Bucher und Erna Freidig.

Das Stück wird noch bis Ende März gespielt. Im Löwensaal an der Lenk finden wöchentlich Aufführungen statt.

Erstellt am: 24.02.2020

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