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Februar-Konzerte

Krönender Abschluss mit Weltklasse aus Köln

Das Minguet Quartett öffnete Ohren und Herzen des Publikums: In Zweisimmen erlebte das kleine Festival klassischer Musik, welches im Februar eine Alternative zu den sportlichen Aktivitäten bot, einen krönenden Abschluss.

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Krönender Abschluss mit Weltklasse aus Köln

Das Minguet Quartett meldete sich vor 2 ½ Jahren, um an einem der Februarkonzerte in Zweisimmen aufzutreten. Das Kölner Quartett erfreute mit ausdruckstarken, lebensfreudige Leckerbissen.

Bereits zum 12. Mal bescherte die organisierende Konzertvereinigung Zweisimmen der einheimischen und touristischen Bevölkerung während der Sportferienzeit ein reiches musikalisches Angebot im klassischen Bereich. Für einen krönenden Abschluss der beliebten Reihe der Februarkonzerte sorgte das Minguet Quartett aus Köln, welches Ohren und Herz des Publikums öffnete.

Wie fand das Quartett, welches in grossen Konzertsälen der Welt zu hören ist, den Weg nach Zweisimmen? «Vor zweieinhalb Jahren fragte Annette Reisinger an, und wir konnten uns rasch auf eine angepasste Gage einigen», verriet Klaus Burkhalter. Eine wunderbare Geste liess sich der künstlerische Leiter und Organisator von Anfang einfallen: Er setzte das Konzert auf den Donnerstagabend an und besuchte mit seinem Cantate-Chor Zweisimmen anstelle einer Probe das Konzert. Somit genossen über 70 Zuhörende auserlesene Kammermusikperlen.

Angriffslustig und spielfreudig
Mit Joseph Haydns letztem vollendeten Streichquartett setzten Ulrich Isfot, Annette Reisinger (Violinen), Aroa Sorin (Viola) und Matthias Diener (Violoncello) einen schwungvollen Auftakt. Lebendig und luftig wirkten ihre Striche. Heiter, variantenreich, mit dynamischen Steigerungen und figuralen Umspielungen warfen sich die Instrumente angriffslustig die Motive zu. Rhythmisch prägnant und mit überraschenden Wirkungen überzeugten die vier Künstler.

Speziell wirkte Gustav Mahler’s Lied «Ich bin der Welt abhanden gekommen.» Annette Reisingers Bearbeitung für Streichquartett entzückte mit gehaltvoller, lyrischer Interpretation. Sie liessen in gegenseitiger Zwiesprache die Instrumente singen.

Lebensfreude pur
Atemberaubend und auf Weltklasse-Niveau musizierte das Minguet Quartett Antonin Dvorák «amerikanisches Quartett». Rhythmische Vielfalt kam in der motivischen Satzarbeit des bekannten Streichquartetts F-Dur zum Ausdruck. Die warme Klangfarbe der Bratsche führte an und wurde von tremulierenden Akkorden der Geigen begleitet. Intim gestaltete sich der zweite Satz, im Wechsel übernahmen Violinen, Violoncello und Viola das Motiv.

Im lebhaften Folgesatz waren gar frühlingshafte Vogelstimmen hörbar. Spritzig, markant schloss die klar hörbare Rondoform. Das Quartett sorgte für delikaten Hörgenuss, homogen, zwischen drängender Vitalität und durchsichtiger Klanglichkeit changierend. «Solche Quartettinterpretationen habe ich noch nie erlebt!», war aus dem begeisterten und überglücklichen Publikum zu hören. Verträumt, kurz und bündig verdankten sich die Gäste aus Köln mit einem Larghetto von Endre Szervánsky.

Krönender Abschluss mit Weltklasse aus Köln

Das Kölner Minguet Quartett erfreute mit ausdruckstarken, lebensfreudigen Leckerbissen.

Erstellt am: 27.02.2019

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