Lisa Oribasi, eifachBEN und Deborah Monard

3. Talentbühne auf dem Niesen

Am 181. Tag der 117. Niesensaison im 21. Kultursommer «up to culture» wurde auf dem Niesen zum dritten Mal die Talentbühne «Niesenlicht» aufgestellt: Eine Bühne, drei Talente, je 30 Minuten Auftritt. Angekündigt waren Lisa Oribasi aus Winterthur, eifachBEN aus Spiez sowie Deborah Monard aus Basel auf. Das Publikum erwartete ein bunter Mix aus modernem Hippie-Sound und Mundart bis hin zu facettenreichem Pop. Mit diesem Format setzt die Niesenbahn bewusst ein Zeichen zur Talentförderung.

Lisa Oribasi, eifachBen, Lars Zobrist, Deborah Morand und Matthias Horvath bei der Dritten Talenbühne auf dem Niesen.

Lisa Oribasi, eifachBen, Lars Zobrist, Deborah Morand und Matthias Horvath bei der Dritten Talenbühne auf dem Niesen.

© Niesenbahn AG

Lisa Oribasi eröffnete den Abend. Sie produziert alles selber, ist kosmopolitisch unterwegs, schreibt Songs seit sie 12 Jahre alt ist und nimmt die Zuhörer/innen mit auf eine Reise in ihre Welt. Sie philosophiert, singt und spielt gleichzeitig auf der Mundorgel, widmet ihre Songs den Tieren und auch der Sonne. Emotional auch ihr neuester Song, erstmals öffentlich gespielt, für ihren Papa – auf französisch. Das «SRF 3 Best Talent» vom September 2024, dieses Jahr auch am Montreux Jazz Festival unterwegs, löste das Verspechen ein, magisch, fantasievoll und bunt zu sein.

Das Heimspiel

eifachBEN, mit Englischen und Adelbodner Wurzeln aus Spiez fackelte nicht lange und startete zusammen mit Lars Zobrist ein Heimspiel. Nach dem Auftritt vor grossem Publikum vor «Trauffer» im Hallenstation hatte er sichtlich Freude am privaten Rahmen im Raum Blüemlisalp, einem «Festsaal der Alpen» gleich, vor 80 Gästen, mit einer durch ein Zwischenhoch exklusiv prächtigen Kulisse auf seinem Hausberg. Das Publikum tanzte und sang mit, wie am «Lagerfeuer». Unter seinen Songs mit den einfachen Titeln wie «Mond», «Eifach» und «Bärn» fehlt nur der «Niesen». Auch eifachBen inszenierte eine Hommage an seinen «Dad»; ganz persönlich sang er von der speziell bis typischen Vater-Sohn-Beziehung und gab damit Einblick in seine Herkunft.

«Die kleine Welt» so hoch oben wie noch nie

Vom Reinknie auf den Niesen, Deborah Monard mit Matthias Horvath, sie mit einem Master in Popmusik der Hochschule für Künste in Bern. Im Herbst noch mit zwei Konzerten am benachbarten Schwarzsee, jetzt auf der Niesenlicht-Talentbühne. So hoch oben spielte sie noch nie. Sie genoss den Auftritt sichtlich und liess das Publikum mitwünschen. Mit ihrem Song «What if» vom neuen Album machte sie dem Publikum auch Mut, zu sich zu stehen, den Unterschied auszumachen und bewusst durchs Leben zu gehen. Auch ihr Schaffen ist durch die Familie geprägt, wenn sie beispielsweise über einen kleinen Streit ihrer Kinder nachdenkt und damit den Bogen schlägt zur schwierigen Problemlösung auf der Weltbühne. Der Niesen wurde für Deborah ein einem intimen Moment zu «My little world».

Abschluss und Ausblick – konsequent dran bleiben

Für Urs Wohler, Geschäftsführer der Niesenbahn und mit seinem Team Gastgeber am letzten Kulturabend, ist die Förderung von Talenten zentraler Fokus im Unternehmen Niesenbahn. Seien es die über 100 Mitarbeitenden oder die Kulturschaffenden. «Talente sind Vorbilder und haben die Fähigkeit, ihr Gebiet des Schaffens und die Menschen darin weiterzubringen. Darum ist es zentral, diese zu fördern und ihnen auf der Bühne der Arbeit und der Kunst Beachtung zu schenken». – Der 22. Kultursommer ist in Planung, es wird auch eine 4. Talentbühne geben. Der Niesen wird seiner Positionierung treu bleiben: Vorwiegend Schweizer Künstler/innen, junge Talente, Entdeckungen, welche zum Niesen und zu seinen Werten passen.