Gstaadermesse

Altes Funi erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Bei der Gstaadermesse vom 24. bis 27. Oktober wird Gstaad Saanenland Tourismus mit zwei Ständen vertreten sein. Nostalgie und top aktuelle Zukunftsperspektiven bestimmen die Präsenz. Im Aussenbereich werden die Gäste einen der letzten Funi-Schlitten neu erleben und Wissenwertes über dessen Umzug ins Verkehrshaus der Schweiz, Luzern, erfahren. Am Stand in der Tennishalle informieren die GST-Mitarbeiter über die Entwicklung der Bike World Gstaad und der weiteren Profilierung Gstaads als Bike-Destination.

Seit Jahrzehnten schlummerte der alte Funi im Dornröschenschlaf auf dem Spielplatz in Saanenmöser. Zahlreiche Einheimische und Gäste erinnern sich noch an diesen Vorläufer moderner Seilbahn-Geschichte.

Pionierleistung aus Lauenen

Der Lauener Arnold Annen hatte die Technik in den 1930er Jahren entwickelt. 1935 kam der erste Funi-Schlitten an der Wispile zum Einsatz. Erstmals konnten damals die Skifahrer bequem ohne grosse Kraftanstrengung auf die Pisten transportiert werden. Diese Erfindung prägte fortan die Erfolgsgeschichte der Bergbahnen in den Alpen. Kein Wunder also, dass das Verkehrshaus der Schweiz grosses Interesse hegt, einen der letzten noch existierenden Funis, die bis 1986 am Hornberg noch im Einsatz waren, in sein Inventar zu integrieren.

Wertvolles Stück Schweizer Seilbahn-Geschichte

Zum 30-jährigen Bestehen der grössten permanenten Seilbahnausstellung Europas soll der Funi als wertvolles Stück Schweizer Seilbahnen-Geschichte nach Luzern umziehen. Es wird somit zum wichtigsten Botschafter der Tourismusregion Gstaad im meistbesuchten Museum der Schweiz.

Ohne Spenden nicht realisierbar

Gstaad Saanenland Tourismus hat deshalb in Absprache mit der Museumsleitung die Aufgabe übernommen, den Umzug und einen Teil der Restaurierung zu organisieren. Die dafür nötigen finanziellen Mittel übersteigen jedoch die vorhandene Budget-Kapazität bei Weitem. «Ohne Spenden können wir das Projekt nicht realisieren», betont Vize-Direktor Michel Matti. Mit dem Stand wollen wir für dieses Projekt und um Unterstützung aus den Reihen der zahlreichen Funi-Freunde werben.