D’Matur isch gschafft – ä schöni Zit verbi

Am vergangenen Freitag wurden 70 Maturandinnen und Maturanden des Gymnasium Interlakens und der Filiale Gstaad bei einem feierlichen Anlass im Kursaal Interlaken mit den Maturitätszeugnissen ausgezeichnet. Damit gingen vier Jahre vorüber, die geprägt sind von verschiedenen schönen Erinnerungen, die durch Ansprachen und Beiträge der Klassen noch einmal aufgearbeitet wurden.

Hinten: Schulleiter Christoph Däpp, Christoph Domke, Daria Müller, Marco Dönier, Sandro Häberli, Klassenlehrerin Branka Fluri. Mitte: Michael Schoch, Niklas Kochsiek, Tim Hänni, Fabian Buchs. Vorne: Kerstin Bütschi, Fabia Solenthaler, Nina Hehlen, Carmen Steiner, Lorena Seifritz.

Hinten: Schulleiter Christoph Däpp, Christoph Domke, Daria Müller, Marco Dönier, Sandro Häberli, Klassenlehrerin Branka Fluri. Mitte: Michael Schoch, Niklas Kochsiek, Tim Hänni, Fabian Buchs. Vorne: Kerstin Bütschi, Fabia Solenthaler, Nina Hehlen, Carmen Steiner, Lorena Seifritz.

Die Maturitätsfeier begann mit einer kleinen Überraschung. Zahlreiche Schülerinnen studierten jeweils am Samstag mit dem Profitänzer Daniel Zbinden eine Tanzchoreografie ein. Darauf folgte eine Gesangseinlage zweier Schülerinnen und eines Schülers aus Interlaken. Sie performten «Breakaway» von Kelly Clarkson.

Die Begrüssung erfolgte durch Kaspar Boss, Mitglied der Kommission für das Gymnasium Interlaken. Er verglich in seiner Rede die Matur mit einem Marathon, welcher mit Hochs und Tiefs sowie einem Team im Hintergrund beendet worden ist.

Sprung in die Vergangenheit

Nach der Begrüssung machten wir einen Sprung in die Vergangenheit. Von jeder Schülerin und jedem Schüler wurde ein Portrait vom ersten Schultag am Gymnasium Interlaken/Gstaad gezeigt und als Vergleich eines vom letzten Tag. Dies sorgte nicht nur bei den Besuchern für ein Schmunzeln, sondern auch bei den einzelnen Klassen.

Für die Klassenbeiträge fehlte es den Schülern nicht an Phantasie. Die einen spielten eine Schulklasse und zeigten, wie sich die Motivation über vier Schuljahre veränderte, die ande-ren zeigten, wie der Klassenlehrer seine Klasse beeinflussen kann oder sie präsentierten auf verschiedene Art und Weise, was sie geprägt hat oder sagten einfach Dankeschön. Die Prima aus Gstaad sang ein Lied mit dem Titel «Üse Gymer z’Gstaad» und widmete ihn dem Schulalltag, dem Rektor von Gstaad, Christoph Däpp, der Klassenlehrerin Branka Fluri und der Klasse selbst.

Die goldene Zeit

Christoph Ammann, Rektor des Gymnasiums, zitierte in seiner Rede antike Philosophen und sprach von der «aurea aetas», der goldenen Zeit. Diese ist nicht nur für das Gymnasium mit dem 50-jährigen Jubiläum und der Totalrevision angebrochen, sondern auch für die Absolventen, frei von Schule und den eigenen Weg gehend.

Der Hauptredner, Balz Abplanalp, ehemaliger Maturand und Diplomat, erzählte Anekdoten von seiner Zeit nach der Matura und zeigte, dass jeder Mensch seine «goldene Zeit» bestimmen kann. Zu guter Letzt gab er den Maturandinnen und Maturanden den Tipp innovativ zu sein, keine Angst vor grossen Aufgaben zu haben und für seine Ziele zu kämpfen sowie nicht zu vergessen, dass die Privilegien, die wir haben, nicht selbstverständlich sind.

Übergabe der Zeugnisse

Es folgte der Höhepunkt des Anlasses: die Übergabe der Maturitätszeugnisse. Jede Klasse trat auf die Bühne, bekam vom Klassenlehrer das Zeugnis überreicht und wurde mit tosendem Applaus für ihre Leistungen gefeiert. Von der Filiale Gstaad bestanden alle sechs Frauen und sieben Männer die Prüfungen. Daria Müller und Fabia Solenthaler wurden zudem für ihre ausserordentliche Leistung, das heisst einem Notendurchschnitt über 5.3, ausgezeichnet. Ebenso Zita Zoll aus Zweisimmen, die als Jahrgangsbeste das Gymnasium in Interlaken absolvierte.

Ausklingen liess der Matur-Jahrgang die Feier mit dem Lied «I hätt no viu blöder ta» von Göla und genoss anschliessend das Apéro im Kreise der Familie und Freunden.

Kerstin Bütschi