Informations-Mittagessen des JuMiTi
Eindeutig eine «gute Sache»
Um den neusten Stand des Projekts Jugendmittagstisch «JuMiTi» im Oberstufenzentrum Ebnit zu präsentieren, lud der Frauenverein Saanen am vergangenen Montag Gemeindevertreter vom Saanenland und Obersimmental zum Mittagessen ein.
Sie liessen es sich am JuMiTi schmecken. Links, von vorne nach hinten: Léonie Müller (Präsidentin Frauenverein Saanen), Daniela Zeller (Gemeinde Lenk), Alice Bodenmann (Schulsekretariat), Hans Schär (Gemeinde Saanen) und Neva Perreten (Frauenverein Saanen). Rechts, von vorne nach hinten: Marianne Hauswirth (Gemeinde Lenk), Ruth Oehrli (Gemeinde Lauenen), Kurt Beetschen (Gemeinde Gsteig), Christian Gafner (Gemeinde Saanen) und Elsbeth Aegerter (Frauenverein Saanen).
Als der Frauenverein im Herbst 2006 den Jugendmittagstisch im OSZ Ebnit lancierte, nutzten pro Woche rund 40 Kinder das Angebot. Innerhalb fünf erfolgreicher Jahre erwies sich der JuMiTi als echtes Bedürfnis, sind es doch mittlerweile schon um die 300 Kinder pro Woche, die hier ihr Mittagessen einnehmen. Seit 2008 wird auch am Freitag, also an vier Tagen in der Woche, Essen angeboten. Diese erfreulichen Zahlen durften die engagierten Frauen des Vereins am vergangenen Montag den sechs anwesenden Gemeindevertretern aus Lenk, Gsteig, Lauenen und Saanen vorlegen.
Eine funktionierende «Nullrunde»
Nach der Begrüssung durch Léonie Müller, Präsidentin des Frauenvereins Saanen, erklärten die beiden Hauptverantwortlichen Neva Perreten und Elsbeth Aegerter die Strukturen des Mittagstisches. Jeden Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag sind drei andere freiwillige Helferinnen vor Ort, um das Essen zu schöpfen und den Abwasch zu erledigen. Hauptsächlich fragt Neva Perreten die Mütter der Kinder an, doch auch ältere Damen sind in ihrer Liste vermerkt. Der Mittagstisch wird rege genutzt, wie Elsbeth Aegerter informierte: «Vom Oberstufenzentrum, dem Gymnasium und der Wirtschaftsschule kommen Jugendliche vorbei. Auch immer mehr Lehrer essen am JuMiTi.» Dabei verzeichnet das Projekt keinerlei Gewinn, wie Neva Perreten weiter betont: «Wir liefern eine glatte ‹Nullrunde› ab. Die Einnahmen durch die Essen gehen restlos an Stefan Romang vom ‹Charly’s›, bei dem wir jeden Morgen die benötigte Menge Essen bestellen.» Das Team könne sich über eine gute Zusammenarbeit mit dem Restaurant freuen. Jeden Tag bereitet das «Charly’s» einen Salat und ein Hauptgericht vor, pro Woche – jeweils an einem anderen Tag – gibt es auch ein Dessert zum Menü. «Falls etwas auszugehen droht, können wir telefonisch nachbestellen und der Lieferwagen steht knapp 15 Minuten später vor der Tür.» Der Tee wird von der Kirchgemeinde Saanen offeriert.
Von den Gemeinden unterstützt
Ziel des Mittagessens am vergangenen Montag war es, den Gemeindevertretern die Notwendigkeit des JuMiTi näher zu bringen und natürlich auch, die noch ausstehenden Gemeinden für das Projekt zu gewinnen.
Ein Essen kostet zehn Franken, wobei Saanen, Gsteig, Lauenen, St. Stephan und Zweisimmen «ihre» obligatorischen Schulkinder mit jeweils drei Franken unterstützen und den Preis somit auf sieben Franken senken. Bevor sich die Anwesenden selbst vom JuMiTi-Essen überzeugen durften, dankte der Saaner Gemeinderat Hans Schär dem Frauenverein für das grosse freiwillige Engagement. In einer Sache war sich der ganze Tisch einig: Der JuMiTi ist eine «gute Sache.» Sheila Matti