Volkswirtschaft Berner Oberland
Jahresbericht 2011
Der Jahresbericht der Volkswirtschaft Berner Oberland wurde soeben veröffentlicht. Darin wird auf die im Berichtsjahr erfolgten Aktivitäten sowie auf die Tätigkeitsfelder der Volkswirtschaft Berner Oberland eingegangen. Ebenso enthalten ist die Jahresrechnung 2011. Die Mitglieder sind eingeladen, am Freitag. 4. Mai 2012 der 92. Generalversammlung im Grand Hotel Victoria-Jungfrau beizuwohnen.
«Jedes Jahr auf Neue ist es faszinierend, die Vielfalt der Unternehmen in der Region neu zu erkennen, Spitzenleistungen zu entdecken, Erfindungen und Innovationen erklärt zu erhalten und den Puls der Wirtschaft sowie das einheimische Schaffen direkt zu spüren», blickt Präsident Alexander Schenkel auf sein erstes Amtsjahr zurück. Dabei nimmt er Bezug auf die Firmenbesuche, die regelmässig durch die Volkswirtschaft Berner Oberland vorgenommen werden.
Im Berichtsjahr wurde die strategische Ausrichtung des Vereins behandelt und Massnahmen definiert, um künftig noch stärker die Rahmenbedingungen für den Wirtschafts- und Lebensraum Berner Oberland zu unterstützen.
Ziel der Volkswirtschaft Berner Oberland ist, ab dem Berichtsjahr 2012 eine ausgeglichene Rechnung vorzuweisen. Dies wird erschwert durch die Tatsache, dass der Kanton Bern im Rahmen des Sparpaketes des Kantons eine markante Reduktion der Leistungsvereinbarung mit der Volkswirtschaft Berner Oberland für das Jahr 2012 angekündigt hat. Die Geschäftsleitung definierte und setze daraufhin entsprechende Kostensenkungsmassnahmen um, die einen Einfluss auf die Organisation, die Struktur und die Personalkosten der Volkswirtschaft Berner Oberland ausübten. So wurden die Weichen gestellt, dass trotz neuer Rahmenbedingungen und der erfolgten Reorganisation innerhalb der Volkswirtschaft Berner Oberland die Leistungen gegenüber ihren Mitgliedern, Gremien, der Bevölkerung und weiteren Interessensgruppen uneingeschränkt weitergeführt werden konnten.
Das Jahr 2012 wird nun gestärkt angegangen nach dem Jahresmotto «Junges Berner Oberland». Visionen, Weiterentwicklungen, Offenheit und Neugier stehen im Fokus. «Wir werden in diesem Jahr den Dialog mit Jungunternehmern und Nachwuchskräften in Wirtschaft, Politik, Bildung und Kultur führen und mit den bewährten Werten des Berner Oberlandes in Verbindung bringen», schildert Präsident Alexander Schenkel. «Ein selbstbewusstes Berner Oberland mit einer starken Ausstrahlung ist unser Ziel», so Schenkel weiter.
Fokus Wirtschaft
Trotz der bedenklichen wirtschaftlichen Situation in Europa und Nordamerika kann das Berner Oberland auf ein erfreuliches Jahr 2011 zurückblicken. Das Berner Oberland stellt 15.2 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) des Kantons Bern. Auch stimmt zuversichtlich, dass auf rund 95 00 beschäftigte Personen im Berner Oberland 6100 Auszubildende fallen, ein Wert, der in Prozent höher ist als derjenige im Berner Mittelland. Die Firmen im Berner Oberland sind bereit, in die Ausbildung von kommenden Mitarbeitern zu investieren und damit die Grundlage zu schaffen, auch zukünftig die Mitarbeitenden mit den richtigen Qualifikationen in der Region zu halten.
Tätigkeitsbericht 2011 der Volkswirtschaft Berner Oberland
Im Berichtsjahr wurden die breit gefächerten Tätigkeiten in der Region durch die Volkswirtschaft Berner Oberland weitergeführt. Die Koordination des Oberländerrates und diverse Stellungnahmen zu Vernehmlassungen haben das politische Wirken des Vereins geprägt. Ein erfolgreiches Ergebnis daraus war die Verhinderung der Schliessung der Schlossbergschule Spiez. Die Volkswirtschaft Berner Oberland konnte durch sofortiges Intervenieren und der Bündelung der Kräfte, insbesondere auch mit dem Oberländerrat, mit den Interessensgruppen diesen Entscheid beim Regierungsrat erwirken.
Die Räte für Wirtschaft, Bildung und Kultur führten ihre Arbeiten in ihren Bereichen ungebrochen weiter, so dass die Summe der Aktivitäten eine Stärkung der Region gegen innen und gegen aussen sicherstellt.
Die Marke Berner Oberland hat im Berichtsjahr weiter an Ausstrahlungskraft gewonnen. Beispielsweise indem sie «mobil» wurde und alle Fahrzeuge der Automobilverkehr Frutigen–Adelboden AG und der KIESTAG, Wimmis mit einem Berner Oberland Aufkleber versehen wurden. Auch die Identifikation der Bevölkerung mit der Marke Berner Oberland war besonders anlässlich der NeuLand Ausstellung in Thun spürbar.
Die Programme für vorübergehende Beschäftigung (PvB) wurden in den Bereichen «Berufliche Integration» und mit dem Einsatzprogramm für Qualifizierung im Bereich «Bau und Natur» weitergeführt. Das Programm «Gebäudetechnik» wurde, ausgelöst durch die AVIG-Revision, vom PvB in das ebenso von der Volkswirtschaft Berner Oberland geführte BIAS (Beschäftigungs- und Integrationsangebote der Sozialhilfe) überführt. Mit diesen Programmen leistet die Volkswirtschaft Berner Oberland einen Beitrag zur Unterstützung bzw. Reintegration von Arbeitslosen und Sozialhilfebezügern in den ersten Arbeitsmarkt.
Jahresrechnung 2011
Die Volkswirtschaft Berner Oberland verzeichnete bei den Einzelmitgliedern einen Rückgang, der jedoch durch neue Firmenmitglieder aufgefangen werden konnte. Die Entwicklung der Einzelmitglieder ist auf die im Jahr 2010 beschlossene Beitragserhöhung zurückzuführen. Andererseits sind die Neumitglieder bei den Unternehmen auf die verstärkten Aktivitäten im Bereich Wirtschaft zurückzuführen. Ende 2011 wurden rund 1200 Mitglieder gezählt.
Für das Berichtsjahr 2011 resultiert ein Verlust von 21 642 Franken. Die angekündigten Massnahmen zur Reduktion der Leistungsvereinbarungen der Wirtschaftsförderung des Kantons Bern sowie die Aufhebung des Auftrages vom Lehrstellennachweis führen zu einem Rückgang von Erträgen ab 2012. Mit den getroffenen Massnahmen zur Reduktion des Personalaufwandes sowie mit der Restrukturierung innerhalb der Volkswirtschaft Berner Oberland wird das Jahr 2012 gemäss Budget ausgeglichen abschliessen.
Generalversammlung vom 4. Mai 2012
Die 92. Generalversammlung der Volkswirtschaft Berner Oberland findet am Freitag, 4. Mai 2012 im Grand Hotel Victoria-Jungfrau in Interlaken statt.
Melanie Oesch wird als Referentin getreu dem Jahresmotto der Volkswirtschaft Berner Oberland «Junges Berner Oberland» ihre Sichtweise über die Region darlegen.
Innerhalb der Geschäftsleitung wurde die Demission von Mitglied Peter Wälchli, Gemeindepräsident Lauterbrunnen und Geschäftsführer EWL, zur Kenntnis genommen.
Im Anschluss an die ordentlichen Geschäfte wird der Innovationspreis für Berglandwirtschaft vergeben. Volkswirtschaft Berner Oberland