Lochbrunner Bestattungen öffnete seine Türen für die Bevölkerung

Am Samstag, 18. April, lud Lochbrunner Bestattungen & Thanatologie erstmals zu einem Tag der offenen Tür ein und wurde von Besucherinnen und Besuchern regelrecht überrannt. Zwischen 9 und 17 Uhr bot das Team rund um Inhaberin Yvonne Tschanz einen ungewöhnlich offenen, warmherzigen und kreativen Einblick in die Welt der Bestattungskultur.

Das Team von Lochbrunner Bestattungen nach einem erfolgreichen Tag der offenen Türe: Luzia Burkhalter, Bettina Aebersold, Yvonne Tschanz, Daniel Lochbrunner, Doris Schädeli und Fabian Trüssel.

Das Team von Lochbrunner Bestattungen nach einem erfolgreichen Tag der offenen Türe: Luzia Burkhalter, Bettina Aebersold, Yvonne Tschanz, Daniel Lochbrunner, Doris Schädeli und Fabian Trüssel.

Ein besonderer Blickfang war die Arbeit von Angela Stegmann (46) aus Spiez. Die Künstlerin bemalte vor Ort live einen Sargdeckel – ein Projekt, das grosses Interesse weckte. «Heute habe ich einen Sarg bemalt, live vor Publikum. Ich bin noch nicht ganz fertig geworden», erzählte Stegmann. Sie arbeitet im Auftrag für Lochbrunner und gestaltet normalerweise Urnen, Gedenksteine oder individuelle Beschriftungen. Für den Anlass wählte sie den Spruch: «Wenn die Sonne des Lebens untergeht, dann leuchten die Sterne der Erinnerung.» Mit Acrylfarben grundierte und beschriftete sie den hellen Holzsarg. Ein Werk, das viele Besucherinnen und Besucher berührte.

Ein vielfältiges Programm

Das Tagesangebot war breit gefächert und bot für jede Altersgruppe etwas Passendes. Besucherinnen und Besucher konnten Kurzvorträge zu Bestattung, Trauerfeier und Trauerbegleitung besuchen, während der Verein Familientrauerbegleitung ein liebevoll gestaltetes Kinderbasteln anbot. Eine Infowand informierte umfassend über die Möglichkeiten der Bestattungsvorsorge. Für einen besonderen Hingucker sorgte die «etwas andere Bar», die aus einem Sarg aufgebaut war und dazu einlud, gemeinsam auf das Leben anzustossen. Musikalisch begleitet wurde der Anlass von der Formation Souhuufä, die sowohl fröhliche als auch melancholische Stücke spielte. Unter anderem erklangen «Wenn wir uns wiedersehen», «Es guets Läbe» und «Blueme ide Haar».

Offene Gespräche
über ein schwieriges Thema

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen – besonders zur Vorsorge und zu individuellen Gestaltungsmöglichkeiten von Abschieden. «Es war unglaublich vielfältig», sagt die Inhaberin Yvonne Tschanz. «Viele wollten wissen, was möglich ist, woran man denken muss und wie viel man selbst gestalten kann. Wenn eine Familie etwas Eigenes machen möchte, unterstützen wir das sehr. Es kann ein wichtiger Teil des Trauerprozesses sein.»