Eröffnung des Menuhin Festivals 2012
Motto 2012: «Air – Musik liegt in der Luft»
«Ich habe die Ehre unsere Gäste am Menuhin Festival persönlich zu begrüssen – und erst noch fast open-air – ganz im Sinne unseres diesjährigen Mottos: «Air: Musik liegt in der Luft», führte Leonz Blunschi, Präsident des Verwaltungsrates Menuhin Festival Gstaad ein.
Julia Fischer (Violine) und Yulianna Avdeeva (Klavier) erfreuten mit dem Festival-Motto getreu mit intimen, luftigem Spiel und klaren Linien.
Mit prominenten Gästen aus Politik, Sponsoring, Vertreter aus Tourismus, der Musikbranche, der Journalistik, startete die 56. Ausgabe des Menuhin Festivals mit einem Apéro zu einer siebenwöchigen Reise im Zeichen der «Luft». Mit von der Partie war die weltbekannte Cellistin Sol Gabetta: Sie ist seit sieben Jahren dabei und hat im August die Ehre, ein Konzert zu spielen: «Ich geniesse immer wieder die Eröffnungskonzerte, heute mit Super-Geigerin Julia Fischer. Es ist für mich wie ein nach Hause kommen, Kolleg/-innen, Künstler/-innen auf verschiedenen Ebenen zu erleben. Als Musikerin und Solistin ist es eine erfüllende Sache, Natur und Musik zu verbinden». Der anwesende Ständerat Werner Luginbühl freut sich, dass das Festival im Saanenland stattfindet: «Es stehen viele Höhepunkte auf dem Programm. Es ist einzigartig, dass das Festival im Saanenland stattfindet, in einer Gegend, wo Klassik nicht gleich erwartet wird».
Das Programm 2012
bietet Bewährtes und Neues
Nach Intendant und innovativem künstlerischem Leiter, Christoph Müller konnte dank einer geschickten Kombination von Neuem und Bewährtem die Attraktivität des Festivals gesteigert werden: «Es gelang uns dadurch, Dirigenten und Solisten von Weltformat an das Festival zu binden», hält Müller fest. «Es ist eine stete Herausforderung, die künstlerischen Botschaften von Yehudi Menuhin aufzunehmen und weiterzuentwickeln. Zurück zu den Wurzeln heisst vorwärts zum Ursprünglichen, unkomplizierten, Kreativen. Wir arbeiten konsequent daran, diesen Ansatz in eine zeitgemässe Form zu verwandeln».
Open-air – die Luft geht nicht aus
«Wir sind hier open-air und holen zum Auftakt tief Luft. In den Bergen weht der Wind von allen Seiten, manchmal bringt er Sonne, ein paar Tropfen oder eine Prise Wind», so Leonz Blunschi und ergänzte: Dies muss so sein, denn unser Motto lautet ja «Air: Tempeste und Storm». Die stürmischen 90er-Jahre beim Menuhin Festival seien längst hinter sich gelassen und Morgenluft wittert. Dank treuen Sponsoren ermöglicht das Budget Luft für einen gesunden Mix aus Innovation und Tradition.
«Wer uns kennt, weiss: Wir lassen nicht locker und haben einen langen Atem… Wer weiter kommen will, muss eine gesunde Portion Sturm und Drang mitbringen. Diese Bergfrische inspiriert Musiker wie Gäste gleichermassen. Denn frische Luft heisst frische Ideen. «Something is in the air» – oder: «A lot of things are in the air». Es folgt eine erfreuliche Programmprognose. Blunschi zitierte Intendanten Christoph Müller: «AIR»: «Dank dem Element Luft riechen wir angenehme Düfte oder bestialischen Gestank, fühlen Kälte oder Hitze, empfinden einen Wind als lauwarmes Sommerabend-Lüftchen oder als furchterregenden Sommergewitter-Sturm. Luft hat Charakter, ist einmal sanft angenehm, manchmal eckig, kantig und grob oder brutal. Luft nährt jede Form von Leben.»
Oder anders gesagt: Ohne Luft kein Leben und auch keine Musik! Erst das Element Luft bewegt die Schallwellen der Instrumente und Stimmen zu den Ohren. Die Blasinstrumente klingen erst, wenn ihnen Luft zugeführt wird. Und die Kunst des Musikers besteht darin, die Luft so zu dosieren, dass Musik entsteht – und nicht nur ein Geräusch.
Den Duft der grossen Musikwelt schnuppern
Staunen Sie selber in rund 50 Konzerten in zehn verschiedenen Lokalitäten im Saanenland und dem Pays-d’Enhaut mit innovativer Darbietungen. Beflügelte Amateurprogramme lassen zusätzlich das Herz höher schlagen. «Diese Bergfrische inspiriert Musiker/-innen und Besucher gleichermassen wie Windstösse und Sturm Komponisten wie Vivaldi, Beethoven, Bach inspirierten. Seit 55 Jahren liegt Musik in der Luft. Fazit: Die Luft ist rein im Saanenland… das offiziell eröffnete Festival möge gesunden Winden ausgesetzt sein: Kommen Sie schauen, hören und atmen Sie das ewig junge Festival ein», schloss Leonz Blunschy seine Begrüssungsansprache.
Heidy Mumenthaler
Die weltbekannte Cellistin Sol Gabetta wirkt seit sieben Jahren mit und geniesst immer wieder die Eröffnungskonzerte des Menuhin Festivals Gstaad.
Menuhin-Festival-Präsident Leonz Blunschi: Ohne Luft kein Leben und auch keine Musik.
Ständerat Werner Luginbühl freut sich am Festival «in einer Gegend, wo Klassik nicht erwartet wird».