Grubenberghütte SAC
Mystische Klänge am Live-Jazz
Die Klangkünstler Antonello Messina und Omri Hason.
Die 7. Ausgabe des traditionellen Live-Jazz in der Grubenberghütte wartete mit einem ganz besonderen musikalischen Leckerbissen auf. Das «Modus Duo», das sich ein grosses Publikum in Hallen und Konzertsälen mit bis zu 10000 Zuschauerinnen und Zuschauern gewohnt ist, gab sich am Samstag Abend, 3. September die Ehre, in der kleinen, aber feinen Grubenberghütte, fernab von der Zivilisation aufzutreten.
Dem aus Sizilien stammenden Akkordeon-Virtuosen Antonello Messina und dem begnadeten Perkussionisten Omri Hason aus Israel gelang es auf Anhieb, das Publikum zu begeistern und in ihren Bann zu ziehen. Das Repertoire der Formation «Modus Duo» besteht hauptsächlich aus Eigenkompositionen sowie Werken von französischen, italienischen und israelischen Komponisten. Die Kombination von Akkordeon, Cajon (Kistentrommel), Darabuka (Bechertrommel) und Hang (ähnlich der Steel Pan) erzeugte ein ganz eigenwilliges Klangbild, das von orientalischer Musik über Folk bis hin zum Jazz reichte und perfekt in das Ambiente der Grubenberghütte passte. Mal kam der Sound verspielt und rhythmisch daher («Snowflower»), dann wieder melancholisch und Gänsehaut erzeugend («Serenade for you»). Gastmusiker Thomas Sehringer aus Basel bot bei den Songs «My funny valentine», «Solar» sowie «Georgia on my mind» eine brillante Trompetenspiel-Einlage, die dem Live-Jazz das berühmte «Tüpfchen aufs I» setzte. In der bis auf den allerletzten Sitzplatz belegten Gaststube machte sich an jenem Abend ein warmer, harmonischer Soundteppich breit und das Publikum lauschte gebannt den mystischen Klängen, welche durch den Kerzenschein noch zusätzlich unterstrichen wurde.
Das «Modus Duo» setzte mit seinen Klangkünsten dem Live-Jazz neue Akzente und die Messlatte für die nächstjährige Ausgabe ist entsprechend hoch angesetzt. Vorerst schwelgen wir in den Erinnerungen an den unvergesslichen Jazz-Abend, welcher uns Omri Hason, Antonello Messina und Thomas Sehringer beschert haben. Vielen Dank! Ruedi Hählen
Der Gastmusiker Thomas Sehringer bot ein brillantes Trompetenspiel.