Neuer Verein Gstaad2020+ setzt Impulse zur Destinationsentwicklung

Die Initiative Gstaad 2020+ ist jetzt ein Verein. Die Vereinsversammlung genehmigte die Statuten und bestellte den Vorstand. Gleichzeitig wurde auch der Grundstein für die Zusammenarbeit mit «Enjoy Switzerland», dem Impulsprogramm für Angebotsentwicklung und Qualitätsmanagement von Schweiz Tourismus, gelegt.

Der neugewählte Vorstand vom Verein Gstaad 2020+: Hans-Ueli Tschanz, Martin Bachofner und Christian Hoefliger.

Der neugewählte Vorstand vom Verein Gstaad 2020+: Hans-Ueli Tschanz, Martin Bachofner und Christian Hoefliger.

«Gstaad 2020+, auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit» – unter diesem Titel startete im Herbst 2010 auf Initiative des Hoteliervereins Gstaad Saanenland und Gstaad Saanenland Tourismus ein neuartiger und umfassender Meinungsbildungsprozess, der die Zukunft der Destination nachhaltig weiterentwickeln und zur stabilen Verankerung der Marke Gstaad bei Gästen und Einheimischen beitragen sollte. Die Initiative wurzelte in der Diskussion um das 2010 überarbeitete Leitbild von GST.

Alle Interessengruppen vertreten

Zusammen mit Vertretern aller relevanten Interessengruppen wurden in verschiedenen Arbeitsgruppen inzwischen konkrete Projekte und diverse interessante Handlungsansätze erarbeitet. Mit am Tisch sassen die Gemeinden, das Gastgewerbe, die Schneesportschulen und Bergführer, die Bergbahnen, die Landwirtschaft, das Gewerbe, die Privatschulen, Eventveranstalter und GST. Diese Interessengruppen und Organisationen werden künftig durch Delegierte im neuen Verein repräsentiert sein.

Neue Rechtsform garantiert Nachhaltigkeit

«Ein reiner Debattier-Club wollten wir nicht sein. Um Dinge mit der nötigen Handlungsfähigkeit angehen zu können, war allen Beteiligten bald klar, dass unsere Gruppierung eine konkrete Rechtsform braucht», fasst Tourismusdirektor Martin Bachofner, die Entwicklung im Vorfeld der Vereinsgründung zusammen. «Mit dieser neuen Rechtsform wollen wir ausserdem unsere Nachhaltigkeit und unsere Glaubwürdigkeit unterstreichen», betont Martin Bachofner.

Projektleiter fungiert als Koordinationsstelle

Der Vorstand setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Hans-Ueli Tschanz, Christian Hoefliger und Martin Bachofner.

Im Auftrag des Vereins wird nun ein Projektleiter oder eine Projektleiterin eingestellt. Die Suche nach der geeigneten Person ist bereits in vollem Gang. Er oder sie dient als Koordinationsstelle zur Umsetzung von neuen Projekt-Ideen. Hierbei steht ihm/ ihr Schweiz Tourismus mit dem Impulsprogramm «Enjoy Switzerland» als erfahrener Partner zu Seite – ähnlich wie dies beim Projekt Alpkultur der Fall war, für den die Lenker Touristiker 2012 mit dem renommierten Milestone-Preis ausgezeichnet worden war.

Erste Erfolge von Gstaad 2020+

Die Initiative Gstaad 2020+ hat bereits erste Erfolge vorzuweisen. So wurde beispielsweise das «3-Generationen-Package» kreiert. Diese familienorientierte Ferienofferte wird bis zum 21. Juni bereits zum zweiten Mal angeboten. 13 Hoteliers der Region beteiligen sich an dieser Aktion. Die Arbeitsgruppen betreiben aber auch Agenda-Setting. So wurden öffentliche Diskussionen über Exzellenz in der Dienstleistung angestossen, das Projekt Les Arts Gstaad wird intensiv erörtert oder es werden Ideen fürs Dorf Saanen im Zuge des Umgestaltungsprogramm Sanona entwickelt. Auch die Gründung regionaler Einkaufsgenossenschaften ist ein Thema.

Integrativer Gesamtansatz

«Mit dem neuen Verein verfolgen wir nun einen integrativen Gesamtansatz im Interesse der Destination», unterstreicht Martin Bachofner die Bedeutung der neuen Institution. Die Destination ist hiermit auf dem richtigen Weg in Richtung zu einer geordneten Standortentwicklung mit touristisch wertvollen Innovationen und einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung.

Kerstin Sonnekalb