Neuer interdisziplinärer Notfall für Spital Thun

Im Spital Thun entsteht ein neuer interdisziplinärer Notfall. Die Baukosten werden geschätzte 25 Millionen Franken betragen. Die Erstellungskosten exklusiv Betriebseinrichtungen und Medizinalgeräte belaufen sich auf rund 13 Millionen Franken. Baubeginn für das 25-Millionen-Projekt ist im Juli 2011. Die neue Notfallaufnahme soll im Oktober 2012 in Betrieb genommen werden. Ein Provisorium sorgt während der gesamten Bauphase für einen reibungslosen Betrieb.

Vor gut zehn Jahren musste der Notfall im Spital Thun aus Kapazitätsgründen umfunktioniert werden. Mit der Trennung in einen chirurgischen und einen medizinischen Teil entstanden zwei Notfallbereiche. Doppelspurigkeiten und Prozessüberschneidungen waren die Folge. Weil im selben Zeitraum das Patientenaufkommen im ambulanten Bereich um über 100 Prozent zunahm und gleichzeitig auch die stationäre Patientenzahl um 24 Prozent anstieg, stiess das System an seine Grenzen.

Triage mit Hausarzt-Notfall

Mit der Eröffnung des Hausarzt-Notfalls auf dem Thuner Spitalgelände konnte 2010 eine erste Triage vorgenommen werden – zwischen Patienten, die keine Spitalinfrastruktur benötigen und solchen, die einer hochtechnologisierten Betreuung bedürfen. Mit der neuen interdisziplinären Notfallaufnahme wird der Hausarzt-Notfall direkt an den Spital-Notfall angeschlossen. Die Zusammenlegung der beiden bisherigen Notfallstationen Medizin und Chirurgie/Traumatologie unter der ärztlichen Leitung von Dr. Peter Rupp zu einem einzigen Notfall führt dank nur noch einer Infrastruktur nicht nur zu einem effizienteren Ressourceneinsatz, sondern bringt auch Synergien für den Bereich Personalplanung. Zudem kann der Patientenprozess vereinfacht und vereinheitlicht werden, zumal auch die Verschiebungswege kürzer werden.

Hochmoderne Technik

Mit dem neuen Notfall im Spital Thun wird auch die Technik auf den neuesten Stand gebracht. Neben der Integration eines Computertomographen und eines Röntgengeräts in unmittelbarer Nähe zum Schockraum wird auch ein Dekontanimationsbereich installiert. Im Zufahrtsbereich wird eine geschlossene Notfallvorfahrt für Ambulanzfahrzeuge gebaut. Mit der neuen Notfallaufnahme wird die STS den andernorts bereits bewährten Trends folgen und entsprechen. PD STS