Interpellation von Grossrat Hans Schmid

Rehe leiden im Winter durch die klobigen Senderhalsbänder

Rehe leiden im Winter durch die klobigen Senderhalsbänder

Nicht nur das Einfangen der Rehe für die Besenderung, sondern auch das Tragen der unverhältnismässigen, klobigen Senderhalsbänder beurteile ich als Tierquälerei. Gemäss Beobachtungen und Fotos von besenderten Rehen im Berner Oberland leiden diese Tiere im Winter. Durch das Reiben der klobigen Senderhalsbänder verlieren die Rehe am Hals weit über den Bereich des Halsbands ihr schützendes Winterfell. Das Winterfell ist eine thermische Isolation, die das Tier vor Kälte, Wind und Sonne schützt. Ein dick geschlossener Pelz ist für das Wohlbefinden und das Überleben der Rehe im Winter zwingend notwendig. Die Haut am Hals der gesenderten Rehen sind zum Teil stark gerötet, wie das auch auf Bildern festgehalten ist. Die wundgescheuerten Stellen dürften für das Wild schmerzhaft sein und könnte bei tiefen Nachttemperaturen oder sonstigen Schäden am Hals zum Tode der Rehe führen. Wenn ein Bauer ein Rind im Stall mit einem etwas engen Seil angebunden hat, muss er mit einer Busse rechnen. Der Regierungsrat wird ersucht folgende Fragen zu beantworten: Ist sich die Kantonale Behörde, welche die Rehstudie bewilligt hat bewusst gewesen, wie sich die Befestigung der Sender auf das Wohl der betroffenen Rehe auswirkt; Gilt das Tierschutzgesetz auch für Wildtiere oder nur für Rinder, welche in Ställen angebunden sind; Ist die Staatsanwaltschaft bezüglich Leiden der Rehe durch die Senderhalsbänder informiert; Müssen die Rehe die Überlebensübung mit den Senderhalsbändern auch nächsten Winter mitmachen oder dürfen diese Rehe nächsten Herbst erlöst werden; Was gedenkt die Regierung zu unternehmen, um dem Leiden der Rehe durch die Senderhalsbänder entgegen zu wirken. Hans Schmid

Rehe leiden im Winter durch die klobigen Senderhalsbänder
Rehe leiden im Winter durch die klobigen Senderhalsbänder