Lobag-Kreiskommission

«Weil Nahrung produzieren viel mehr bedeutet!»

Die Lobag-Kreiskommission Berner Oberland (KK-BeO) unter dem Präsidium von Nationalrat Erich von Siebenthal setzt sich aus den sieben Bauernvereinigungen des Berner Oberlandes und den Gremienmitglieder des kantonalen Bauernverbands LOBAG zusammen. Die KK-BeO ist ein wichtiges Bindeglied zwischen den Bauern des Berner Oberlands und der LOBAG. Es geht unter anderem darum, die spezifischen Interessen der Region möglichst wirkungsvoll zu vertreten.

An der Sitzung vom 9. Februar 2010 waren die kantonalen Wahlen vom 28. März 2010 ein Hauptthema. Die LOBAG unterstützt für den Grossen Rat in den Wahlkreisen Oberland 14 und in Thun fünf Kandidierende aus praktisch allen Parteien. Ziel ist, den Anteil bäuerlicher Vertreterinnen und Vertreter im Grossen Rat zu erhöhen.

Die Zukunft selber bestimmen!

Eine starke Vertretung ist angewiesen auf eine gute Vernetzung in Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Deshalb ist es für die LOBAG ein zentrales Anliegen, mit Bäuerinnen und Bauern aus allen politischen Parteien in den einzelnen Organen vertreten zu sein. «Weil Nahrung produzieren viel mehr bedeutet!» ist der Wahlslogan der Kampagne.

Er bringt die vielfältigen Leistungen, welche unsere Landwirte täglich erbringen auf den Punkt. Was es «viel mehr» bedeutet, wird auf den Spezialseiten zu den Wahlen 2010, auf www.lobag.ch, vorgestellt. Welche Werte im Speziellen durch die einzelnen Kandidierenden verfolgt werden, ist im persönlichen Kandidaten-Statement zu finden.

Für die Regierungsratswahlen werden die bürgerlichen Kandidaten sowie im Speziellen Albert Rösti unterstützt.

Durch die veränderte Parteienlandschaft und die neuen Wahlkreise wird die Stimmbeteiligung wahlentscheidend sein; jede Stimme zählt! Die Bauern haben ihren Einfluss in den nächsten Jahren selber in der Hand, respektive auf dem Wahlzettel!

Einsatz an allen Fronten

Mit grosser Sorge werden die Entwicklungen im Milchmarkt und in der Agrarpolitik betrachtet (z.B. Freihandel mit der EU).

Hier läuft die Entwicklung komplett gegen die Interessen des Berner Oberlandes. Weiter beschäftigte auch die Wildpolitik, insbesondere die Hirschproblematik am rechten Thunerseeufer erreicht untragbare Ausmasse, hier besteht dringender Handlungsbedarf.

Die KK-BeO wehrt sich zudem vehement gegen die Enteignung privater Wasserquellen wie sie im Rahmen der kantonalen Wasserstrategie geplant ist.

Der Verein Ländliche Entwicklung Berner Oberland wurde vor sieben Monaten unter anderem durch die KK-BEO gegründet und hat sich bereits an verschiedenen Fronten engagiert.

So ist zum Beispiel der Bau von regionalen Grossholzschnitzelfeuerungen grundsätzlich für die bäuerlichen Waldbesitzer positiv. Leider fehlen jedoch die nötigen zonenkonformen Zwischenlager. Auch hier besteht dringend Handlungsbedarf, da bereits über Holzimporte diskutiert wird. Adrian Bieri; Boltigen