IG Spitalversorgung Simmental-Saanenland

Die IG Spitalversorgung braucht es weiterhin!

Vor einer Woche beriet die Kerngruppe der IG die heutige Situation und stellte sich auch die Grundsatzfrage, ob es die IG überhaupt noch brauche. Man kam zum Schluss JA.

Ausser in der Bevölkerung wurde die IG bei ihrer Gründung in der Regel landauf landab verwünscht. Doch diese Gesinnung ihr gegenüber hat sich während ihrer Tätigkeit sehr zum Positiven geändert.

Das freut die IG und ermutigt sie, weiterhin am Ball zu bleiben und darauf zu achten, wo etwas verbessert werden kann. Sie wehrt sich gegen weiter zu zentralisierenden Leistungsabbau. Die IG gratulierte Grossrat Hans-Jörg Pfister zur Wahl in den Verwaltungsrat der Spital STS AG. Seine Wahl war in den Gremien umstritten. Doch inzwischen hat man eingesehen, dass mit einem Grossrats aus dem Simmental eine wichtige Verbindung zur Regierung besteht, denn die Sichtweise des ländlichen Raumes ist für alle Seiten von Vorteil.

IG wartet auf den Regierungsrat

Anfang Juli 2011 wurde dem Regierungsrat von der STS AG ein neues Finanzierungsmodell für die Region Simmental-Saanenland zugestellt. Dabei wurde er um eine Stellungnahme bis Ende August gebeten. Die GEF teilte der Spital STS AG am 29. August schriftlich mit, sich momentan noch nicht zum Konzept und den damit verbundenen Finanzierungsvorschlägen äussern zu können und stellte eine fundierte Antwort voraussichtlich auf Ende Oktober 2011 in Aussicht.

Die Ambulanzdienste müssen verbessert werden

Die viel zu hohen Kosten des unbefriedigenden Ambulanzdienstes in der Region Simmental-Saanenland bedürfen einer Grundsatzabklärung. Was für städtische Gebiete wohl richtig sein kann, bewährt sich erwiesenermassen in den Tälern des Berner Oberlandes nicht. Für die IG ist der Ambulanz-Standort Saanenmöser nicht akzeptabel. Die Ambulanzen gehören zum Spital oder dem Gesundheitszentrum. Es kann nicht sein, dass täglich unnötige Leerfahrten nach Gesigen generiert werden und bei mehreren gleichzeitigen Einsätzen das zeitweise «Ein-Ambulanzen-System» Saanenmöser kollabiert. Früher konnten gleichzeitig mehrere Ambulanzen ausrücken und diese kosteten einen Bruchteil der heutigen «Saanenmöser-Ambulanz».

Legatsverschrieb – so nicht, sagt die IG

In Sachen Verschrieb der Grundstücke und Liegenschaften des Legats Haueter ist die IG nicht zufrieden. Der Stimmbürger wurde beim empfohlenen Verschrieb an den Kanton schlecht beraten. Direkt nach der Überschreibung an den Kanton Bern, verschrieb dieser das Legat Haueter, weiter an eine Aktiengesellschaft (Spital STS AG). Der Stimmbürger sagte Ja zum Verschrieb an den Kanton, aber nicht an eine AG. Eine solche Verschreibung an eine AG ist legatswidrig. Die Antwort des Regierungsrates ist unbefriedigend. In harschem Ton will er der IG weis machen, dass alles rechtens sei. Die IG hat dies in einem weiteren Schreiben zurückgewiesen und gefordert, dass die heutige Eintragung rückgängig gemacht wird. Statt dessen soll der STS AG ein Baurecht gewährt werden, das ebenfalls grundbuchamtlich einzutragen wäre. Eine Antwort auf diese IG-Forderung steht vom Regierungsrat bis heute noch aus.

Das Gesundheitswesen wird nicht einfacher – in unseren beiden Tälern wollen wir mitbestimmen

Die IG ist mit dem neuen CEO Bruno Guggisberg zufrieden. Er steht für unsere Region ein und hat dies mehrfach bewiesen. Laut Gesetz haben auch wir in unseren Tälern Anrecht auf eine vernünftige Gesundheitsversorgung – dafür setzt sich die IG weiterhin ein.

Das Spital Zweisimmen hatte einen «rückläufigen» Sommer. Die IG führt dies unter anderem auf die Image-Schädigung der vergangenen drei Jahre zurück. Zu viele Patienten verlassen für eine Behandlung unsere Täler. Die IG bittet die Bevölkerung, sich wenn immer möglich, hier in unseren beiden Tälern verarzten bzw. behandeln zu lassen. Nur durch eine solidarische Haltung hat eine vernünftige und qualitativ gute Gesundheitsversorgung auch bei uns längerfristig Zukunft.

Es zeigt sich, dass der Regierungsrat und die GEF weiterhin Leistungen unseres Spitals in die teureren Städte zentralisieren will. Dies wird die IG nicht hinnehmen und hofft auf Solidarität der Ärzteschaft, dem Pflegepersonal und der Bevölkerung.

IG Spitalversorgung Simmental-Saanenland