Naturpark Diemtigtal
Europäischer Tag der Pärke und Eröffnung der Wildbeobachtungsstation
Informationen bei der Wildbeobachtungsstation am Grimmimutzweg über die Berg- und Wildtiere im Naturpark Diemtigtal.
«Ds Fernrohr äs bizeli ufe, ja so, nei chli rächts, genau... gsesch se jiz? Ist das ein Steinbock? fragt die Teilnehmerin. Nein, sagt Berhard Meyer, Diemtigtaler Jäger und Gemeinderat «das ist eine Gämse, man sieht sie nur, wenn man würklech gut schaut. Die Steinböcke, sind im Moment äne dran und es ist mittlerweile ja Nachmittag geworden, da liegen Tiere im Schatten der Felsen und Büsche. Der beste Zeitpunkt zur Wildbeobachtung ist der frühe Morgen», oder, wie wir nun wissen, im Abendlicht.
Bernhard Meyer wird nicht müde zu erzählen und zu erklären, was die aufmerksamen Besuchenden des Wildbeobachtungspfades und hier bei der Beobachtungsstation, auf halbem Weg zwischen der Grimmialp und der Alp Nydegg so alles erleben kann. Er zeigt der staunenden Wanderschar eine Adlerfeder, sie ist gut und gerne 40 cm lang! Eine von seinen riesigen Schwingen sei das, ein seltener Fund sagt Bernhard, denn kaum sei die Feder am Boden wird sie schon von anderen Tieren «weggeräumt». Er könnte noch lange erzählen, was es hier im hinteren Diemtigtal an Wildbeobachtung alles zu erspähen gibt...
«Ghörsch der Gugger rüefe…, gsesch dert ob dä nei das isch kei Adler … das isch ä Bussard. So geht das hin und her.
Auch Christian Germann, unser Umweltfachmann im Naturpark wird belagert und mit Fragen bestürmt. «Passet uf», sagt er, bleibt alle schön auf dem Bergweg. Momentan hat es viele Kleinlebewesen im hohen Gras, Raupen, Käfer, ja auch Frösche, Kröten und Lurche...». Christian zeigt auf Orchideengewächse und andere Blumen und Gräser, deren Namen wir alle nicht kennen. Er zeigt, erklärt und ermahnt auch manchmal, wie wichtig es sei, zu unserer Fauna und Flora Sorge zu tragen, sie zu behüten und zu beschützen.
Beim Nideggstübli angekommen servieren uns Anita und Tarek die legendäre «säubergmachti Nidegg-Crémeschnitte», die alle Wandernden mit Hochgenuss zu einem Tassli «Gaffe» verschlingen. Der Abstieg zurück auf die Grimmialp führt entlang von saftigen Alpweiden hinab zum Start des Grimmimutzweges, wo der Erlebnistag am Morgen begonnen hat.
Delegiertenversammlung Loipen Schweiz, Grimmialp
Gleichentags fand im Hotel Spillgerten die Zusammenkunft der obersten Schweizer Langläufer statt.
Gemeindepräsident Peter Knutti begrüsste die Gästeschar um 10 Uhr und bedankte sich mit Iaunigen Worten und Anekdoten aus dem Tal dafür, dass Loipe Schweiz die Grimmialp als Tagungsort gewählt hat. Anschliessend durfte Ueli Sahli, Geschäftsführer Naturpark Diemtigtal, den Delegierten aus der ganzen Schweiz Tal und Park mit eindrücklichen Bildern vorstellen.
Präsident Daniel Garbely konnte ca. 100 Delegierte willkommen heissen und auch feststellen dass die Saison 2010/2011 dank des frühen Wintereinbruchs und trotz Schneemangel in der zweiten Winterhälfte sportlich und finanziell gesamthaft erfolgreich verlief. Der Langlaufboom halte in der Schweiz auch Dank dem sehr erfolgreichen Dario Cologna weiter an. Trotz Preisaufschlag beim Loipenpass konnte eine ungefähr gleichgrosse Anzahl Pässe verkauft werden wie im Vorjahr. Das sei Verpflichtung genug, um die Loipen, so es denn genügend Schnee habe, immer bestens präpariert zu halten.
Mit Akklamation wurde Mariette Brunner, Plaffeien, in den Vorstand von Loipen Schweiz gewählt. Sie übernimmt das Ressort «Marketing». Ueli Sahli
Jäger und Gemeinderat Bernhard Meyer, kundiger Referent anlässlich der Führung am Europäischen Tag der Pärke