IG Spitalversorgung Simmental-Saanenland

IG fordert funktionierendes Rettungswesen

Trauerspiel wird fortgesetzt

Im Juni 2012 reichten die Grossräte Thomas Knutti und Hans-Jörg Pfister eine Motion ein, welche unter anderem forderte, dass das Rettungskonzept für die Region Simmental-Saanenland so zu überarbeiten sei, dass die Rettungsdienste im Spital Zweisimmen und im (aufzubauenden) Gesundheitsnetz Saanen zu integrieren seien.

Stellungsnahme Regierungsrat

Mitte August hat nun der Regierungsrat in dem Sinne Stellung bezogen, dass er diese Motion ablehne, weil dem Projekt MeGOS (medizinische Grundversorgung Obersimmental-Saanenland) die Möglichkeit eingeräumt werden soll, angemessene Lösungen zu entwickeln. Die IG ist ob dieser Antwort äusserst unzufrieden. Das bedeutet nämlich, dass die Ambulanzen – so unsinnig es ist – weiterhin am Morgen von Gesigen nach Saanenmöser und am Abend zurück fahren! Fazit: Der Rettungsdienst erfüllt so die gesetzlichen Vorgaben nicht. Den Patienten wird nach wie vor Unsicherheit und Ungemach zugemutet.

Zurück zur Vernunft!

Wir hatten seinerzeit (bis 2005) ein ausgezeichnet funktionierendes Rettungssystem mit den Standorten Zweisimmen und Saanen.

Der Regierungsrat schreibt in seiner Antwort folgendes: «Ob eine Reintegration der Rettungsstützpunkte in den Spitalstandort Zweisimmen und in ein Gesundheitsnetz in Saanen der Problematik gerecht wird, ist heute unbekannt».

Die IG begreift nicht, dass der Regierungsrat nach Jahren nicht erkennen will, dass in diesem verzweigten Gebiet das STS-Konzept nicht tauglich ist und das x-fache der Kosten von früher verursacht. Zudem geht er damit das Risiko ein, mit Klagen von Patienten konfrontiert zu werden, die wegen zu langer Einsatzzeiten der Ambulanzen gesundheitlich zusätzlich geschädigt werden. Das Haslital macht mit situationsbezogenem und flexiblem Einsatz des benötigten Personals vor, wie in einem weit verzweigten Gebiet die Rettungsdienste erfolgreich organisiert werden können.

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Simmental-Saanenland