National- und Kantonsstrassen im Kanton Bern
Das Auftausalz wird langsam knapp
Auch im Kanton Bern wird das Auftausalz in den nächsten Tagen knapp. Schuld ist das Wetter und die damit zusammenhängenden Lieferengpässe der Schweizer Rheinsalinen. Wenn sich das Wetter nicht ändert, muss der Winterdienst auf einzelnen Kantonsstrassen teilweise eingeschränkt werden.
Der Winter hat die Vorräte an Auftausalz in der Schweiz zusammenschmelzen lassen. Schuld ist das Wetter mit wiederholten leichten Schneefällen und Temperaturen um den Gefrierpunkt. Das Auftausalz ist bei diesen Witterungsverhältnissen die beste Methode zur Bekämpfung der Strassenglätte. Es wird deshalb entsprechend häufig eingesetzt. Seit einigen Tagen können die Schweizer Rheinsalinen, die in der Schweiz der einzige Lieferant von Auftausalz sind, die Gemeinden und Kantone nur noch mit Teilen der benötigten Menge beliefern.
Vom Lieferengpass ist auch der Kanton Bern betroffen: Für den Unterhalt der rund 200 Kilometer National- und rund 2100 Kilometer Kantonsstrassen hat das kantonale Tiefbauamt für die nächsten zwei Wochen 2000 Tonnen Salz bestellt. Geliefert wurde aber nur die Hälfte der benötigten Menge. Wenn sich das Wetter nicht ändert, muss deshalb der Winterdienst in den nächsten Tagen auf einzelnen Strassenabschnitten eingeschränkt werden. Es handelt sich in erster Linie um wenig befahrene Kantonsstrassen im ländlichen Raum, ausserhalb der grossen Agglomerationen und Tourismusregionen. Auf den Nationalstrassen, den stark befahrenen Kantonsstrassen, den wichtigen Zufahrten zu den Wintersportorten und den Zubringerstrassen in den Städten und Agglomerationen wird der Winterdienst so gut wie möglich aufrechterhalten.