Berner Luft 2009

Die Luft muss noch sauberer werden

Die Luftbelastung im Jahr 2009 zeigt ein ahnliches Bild wie in den letzten Jahren: Die Grenzwerte fur Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid werden noch immer häufig uberschritten. Der Kanton Bern setzt seinen Massnahmenplan zur Luftreinhaltung konsequent um und veröoffentlicht verschiedene Informationen zur Luftqualitat im Internet.

Die Luftqualitat konnte in den 1990er Jahren stetig deutlich verbessert werden. Diese Entwicklung hat sich in den letzten Jahren nicht mehr fortgesetzt. Betriebliche und technische Innovationen lassen nur noch graduelle Verbesserungen erwarten.

Zusatzlich zu diesen betrieblichen und technischen Innovationen kann auch die Bevölkerung einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualitat leisten. Ein ganzes Spektrum von kleinen Änderungen im Verhalten jedes Einzelnen kann in der Gesamtmenge einiges bewirken. Das Amt beco Berner Wirtschaft veröffentlicht dazu monatlich einen Luft-Tipp im Internet. Ausserdem sind im Internet die aktuellen Luftmesswerte ersichtlich und verschiedene Schadstoffe und Schadstoffquellen erklart.

Feinstaub

Der Jahresgrenzwert für Feinstaub wurde wie in den Vorjahren auch im Jahr 2009 an den verkehrsbelasteten Standorten in den Stadten überschritten, in den Agglomerationen abseits der Hauptverkehrsachsen hingegen mehrheitlich eingehalten.

Während winterlichen Inversionslagen ist die Luft stark belastet. Auch im Jahr 2009 wurde der Tagesgrenzwert während solcher Perioden mehrfach und deutlich überschritten, am häufigsten in der schlecht durchlüfteten Strassenschlucht am Bollwerk in Bern. Im Gegensatz zum Vorjahr war die Luft nie so stark belastet, dass die Bevölkerung informiert und zu freiwilligen Massnahmen aufgerufen werden musste.

Ozon

Der Sommer 2009 zeichnete sich wie schon das Jahr zuvor durch eine mässige Ozonbelastung aus. Obwohl der Sommer 2009 überdurchschnittlich warm war, konnte sich wegen des wechselhaften Wetters mit häufigen Störungsdurchgängen keine hohe und lang anhaltende Ozonbelastung aufbauen. Dennoch wurden an bis zu 43 Tagen zu hohe Ozonwerte registriert. Am häufigsten wurde der Grenzwert dabei in Zimmerwald überschritten. Am Bollwerk in Bern hingegen traten nur vereinzelt Überschreitungen auf.

Stickstoffdioxid und Schwefeldioxid

Der Jahresgrenzwert von Stickstoffdioxid wurde im Jahr 2009 wie in den vergangenen Jahren in den grossen Städten und entlang der stark befahrenen Hauptverkehrsstrassen zum Teil deutlich überschritten. In den Agglomerationen hingegen lag die Belastung im Berner Luft 2009:

Die Luftmuss noch sauberer werden.

Der Tagesgrenzwert wurde im Vergleich zum Vorjahr an mehreren Messstandorten überschritten. Entlang der stark befahrenen Verkehrsachsen hat sich die Belastungssituation in den letzten 10 Jahren nicht mehr verbessert. Vielmehr ist vielerorts eine Zunahme der Belastung zu verzeichnen.

Beim Schwefeldioxid wurden die Grenzwerte dagegen deutlich eingehalten. Seit Mitte der 1990er Jahre verläuft die Belastung auf einem sehr tiefen Niveau.

Zahlen und Statistiken sind im Internet unter dem jeweiligen Schadstoff in der Rubrik Archiv zu finden, Informationen zu den Massnahmen in der Rubrik Luftreinhaltung.