Toni Lenz neuer Präsident – Kandidaturen wurden nominiert

Toni Lenz übernimmt das Präsidium von Berner KMU. Die Delegierten wählten den Langnauer Unternehmer zum Nachfolger von Kathrin Anderegg, welche nach zehn Jahren das Amt niederlegt. Ausserdem bestimmten die Delegierten jene rund 20 Kandidaturen, die bei den Nationalratswahlen vom 23. Oktober vom Verband unterstützt werden. Für die Ständeratswahlen wurden die beiden Bisherigen portiert.

An einer Medienkonferenz sowie an der anschliessenden Delegiertenversammlung wurden der neue Präsident sowie das verbandsinterne Rating für die Nationalratswahlen vorgestellt. Als scheidende Präsidentin blickte Kathrin Anderegg vor allem vorwärts und nannte eine ganze Reihe von Themen, welche Berner KMU in nächster Zeit beschäftigen werden. Es sind dies vor allem die Bereiche Wahlen, Energie, Steuern, administrative Belastung, Gesundheitswesen und Berufsbildung. «Ich bin sicher, Berner KMU wird mit dem neuen Präsidenten «Vollgas» geben», meinte Anderegg.

Der neu gewählte Verbands-Kapitän dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Er sei seit 32 Jahren «KMU-ler aus Leidenschaft» und freue sich auf die neue Herausforderung, sagte Toni Lenz. Der 56-jährige Unternehmer ist u.a. Geschäftsleiter der FLAMOL Mineralöl AG.

Auch bei den KMU Frauen Bern, welche vergangene Woche ihr 10-jähriges Bestehen feierten, gibt es einen Wechsel an der Spitze: Doris Reber (Elektro-Reber, Belp) übernimmt die Leitung von Annemarie Schär. Im Leitenden Ausschuss von Berner KMU sind die KMU Frauen neu mit Barbara Bühler (Galerie Barbara, Ipsach) vertreten.

Christoph Erb, Direktor von Berner KMU, erläuterte anlässlich der Medienkonferenz die vom Verband durchgeführten Ratings. Einerseits wurden die rund 60 kandidierenden Mitglieder von Berner KMU auf ihre KMU-Nähe getestet. Anderseits wurde ein Rating zur KMU-Freundlichkeit aller bernischen Nationalratsmitglieder erstellt.

Welche Folgerungen die Verbandsleitung aus den Ratings zog und welche Anträge sie zu Handen der Delegierten stellte, schilderte Vizepräsident Robert Sutter. Für die Unterstützung der Kandidierenden durch den Verband sind nebst dem Rating folgende Kriterien massgebend: Die Verdienste um den Verband sowie die Wahlchancen. Sutter erklärte ausserdem, weshalb Berner KMU bei den Ständeratswahlen auf die beiden bisherigen Ständeräte Adrian Amstutz und Werner Luginbühl setzt: «Mit einem Aufruf, die beiden Bisherigen wieder zu wählen, haben wir die besten Aussichten, die bürgerliche Doppelvertretung im Ständerat zu behalten».