22 Gripen für Sicherheit, Frieden und Neutralität

Welches Ereignis ist das nächste? Welcher Bereich wird betroffen sein? Und wer hilft mit, es zu bewältigen? Die Armee, am Boden und aus der Luft, je nach Ereignis. Für eine wirkungsvolle Armee, eine eigenständige und verantwortungsvolle Sicherheitspolitik braucht es auch Kampfflugzeuge, die ihren Auftrag erfüllen können. In den letzten 25 Jahren ist der Anteil der Armee an den Bundesausgaben von gut 20 Prozent auf heute unter sieben Prozent gesunken.

Das dürfen wir so nicht länger akzeptieren. Wenn die Armee, unsere Sicherheit, noch als ganzes System eine Schlagkraft haben will, braucht es den Gripen. Wir haben ein Gesamtsystem Armee, aus Truppen bestehend, die zur Unterstützung ziviler Behörden zur Verfügung stehen. Ein wichtiger Teil in diesem Paket Armee ist der Luftschirm. Es ist ein Gesamtpaket und da geht es jetzt darum, mit dem Kauf der Gripen die Kampfjetflotte zu erneuern. Wir ersetzen einen Teil dieser Flugzeuge, darum heisst das ganze Projekt, Tiger-Teilersatz. Es ist insgesamt eine bescheidene Lösung. Die Schweiz hatte im Jahre 1980 noch etwa 500 Kampfflugzeuge.

In den letzten Jahren bestand unsere Flotte noch aus 33 F/A 18 und 110 F-5. Von diesen haben wir 56 bereits ausser Betrieb genommen und die verbleibenden 54 werden im Jahre 2016 wegen Überalterung (über 30 Jahre) auch ausgemustert. Das heisst, es würden ohne Gripen noch diese 33 F/A18 übrig bleiben. All jene, die gegen den Gripen sind, wissen nicht, welch hohes Gut Frieden, Freiheit und Neutralität sind, und dass das auch seinen Preis hat.

Dazu gilt zu bedenken, dass wir diese Beschaffung für die nächsten dreissig bis vierzig Jahre tätigen, wir müssen also in dieser Zeitachse vorwärts blicken. Hier heute eine Prognose abzugeben, was passieren könnte oder eben nicht, ist reine Spekulation und unglaubwürdig.

Dazu kommt, dass die Beschaffung bis zur Endauslieferung mindestens zehn Jahre braucht.

Das Verhältnis Leistung und Kosten ist im Vergleich zu andern Anbietern beim Gripen sehr positiv. 3,126 Mrd. sind die Kosten, davon werden Aufträge in der Höhe von 2,5 Mrd. an die Schweizer Wirtschaft zurückfliessen, der Rest sind 300 Millionen für die Lenkwaffen und 600 Millionen Eigenleistung. Das heisst Ausbildung der Piloten, Anpassung auf den Flugplätzen usw., oder Teuerung, die man nur kompensieren kann, wenn sie eintritt.

Fazit: Es wurden mit dem Staat Schweden sehr gute Bedingungen ausgehandelt. Beim Gripen ist die Kampftauglichkeit auf unser Land zugeschnitten. Wer ja sagt zu Sicherheit, Frieden und Neutralität, sagt ja zum Gripen. Wer ja sagt zur Armee, sagt ja zum Gripen. Erich von Siebenthal,

Nationalrat Gstaad