Augen auf!

Der Wolf ist ein einheimisches Tier, das schon seit mehreren Jahren ausgerottet ist und bleiben soll. Die Natur in der Schweiz hat sich weiterentwickelt und der Wolf findet heute darin keinen Platz mehr.

Diese Tatsache hat den Weg in die vielen öffentlichen Büros, deren Insassen leider keine Ahnung von der realen Situation in den Bergen und auf dem Land haben, noch nicht gefunden. Wenn die Wölfe in diesen Büros das Papier und die Computer fressen würden, wäre die Situation sofort geklärt und die Kadaversammelstellen voll mit «LEGAL» abgeschossenen Wölfen.

Laut dem neuen Tierschutzgesetz sollen Wölfe in der Schweiz wieder einen Platz bekommen, was aber nicht heisst, man soll sie in der Bergwelt aussetzen, wo sie nie freiwillig hinkommen würden, weil sich die Fauna in den letzten Jahren klar verändert hat und die Nahrungsaufnahme für einen selbst in die Schweiz gekommenen Wolf so schwierig ist, dass er wieder ins Ausland zurückkehrt.

Ein mitten in der Schweiz ausgesetzter Wolf hat keine Ahnung, in welche Richtung zu gehen, um in seine Heimat zurück zu kommen und versucht alternative Nahrung zu finden, also reisst Schafe.

Das Risiko für Schafzüchter wird zu hoch und die Alpweiden werden nicht mehr bewirtschaftet, die Alpenflora verwildert und der Tourismus geht zu Boden.

Wer will schon durch meterhohes Gras waten, um einen Berg zu erklimmen, wo man hunderte Schafe, die im Tal weiden, ansehen muss? – Es gibt doch Herdenschutzhunde, die die Schafe beschützen können. – Ja, die gibt es, aber sie schützen nur die Schafe, die auch im Winter in ihrer Nähe sind. Ein Schafzüchter, der seine Schafe im Sommer auf mehrere Alpweiden verteilt, kann doch nicht für jede Alp einen separaten Hund kaufen und im Winter füttern, ohne Konkurs zu gehen. Auch wenn dies finanziell ermöglicht würde, wäre auch hier wieder das Problem vom Tourismus. Herdenschutzhunde beschützen die Schafherden, egal ob ihnen ein Tourist oder ein Wolf in die Nähe kommt, also passieren in naher Zukunft immer mehr Unfälle in zweifach genutzten Flächen für Tourismus und Schafweide und der Tourismus hat auch so keine sichere Zukunft mehr. Was passiert eigentlich, wenn die Schafe nicht mehr auf den Alpweiden sind, oder genügend geschützt sind? Genau, der Wolf hat wieder nichts zu fressen und sucht eine neue Alternative – die Ziegen. – Wie schütze ich in dem Fall eine Ziegengruppe? Was passiert, wenn die Ziegen geschützt sind? Der Wolf hat wieder nichts zu fressen und frisst Jungvieh. Ein Teufelskreis!

Also, wollen wir einen Wolf, der tausende von Arbeitsplätzen in Tourismus und Landwirtschaft vernichtet und sonst nichts bringt, oder wollen wir eine schöne Berglandschaft ohne Wolf?

Augen auf! – Die zweite Lösung ist deutlich die bessere!Joram Pollak, Boltigen