Bedrohlich? Lebensgefährlich? – Lächerlich!

Ist man ein routinierter Berggänger, dann weiss man Bescheid über Herdenschutzhunde! In der Gegend der Rotenfluhhütte verbringen seit Jahrzehnten Schafherden den Sommer, auch das weiss man – wenn man eben in dieser Gegend seit vielen Jahren Bergtourengänger ist. Hat man in den letzten Wochen die Pressemitteilungen verfolgt, wie den Schafzüchtern, welche keine Schutzmassnahmen für ihre Herden getroffen haben, Vorwürfe gemacht, ja, sogar angezeigt wurden, dann muss ein gesunder Menschenverstand wissen, dass die Herden, die noch in den Bergen sind, bestimmt geschützt werden – auch das weiss man! Und noch etwas weiss man: Herdenschutzhunde greifen in der Regel nicht beissend an. Viel mehr versuchen sie, ihren Feind zu Boden zu werfen. Leider kann nachträglich nicht nachgewiesen werden, ob ein Wanderer wirklich auf dem Wanderweg bleibt... In diesem Sinne: Der Hund hat nur seine Arbeit getan!

Ich bin in Schwarzenmatt aufgewachsen und befürworte die Initiativen der jungen Bauern dort. Sie gehen mit der Zeit, bilden sich weiter und sorgen dafür, dass die Bergdörfer bewohnt bleiben. Als weiteres Angebot der jungen Bergbauern könnte ich mir vorstellen: Einsteigerkurse für Wanderer und Berggänger…

Anna Lustenberger-Stryffeler, Hindelbank