CO2-Gesetz für Mensch und Natur
Das CO2-Gesetz wird uns 12 Rappen pro Liter «kosten». Sind wir uns da ganz sicher? Wir nehmen mal an, es ist so. Fahre ich 50’000 km pro Jahr, gibt das bei 5l/100km einen Betrag von 300 Franken. Also maximal ein Franken pro Tag. Einverstanden, zusätzlich wird das Transportieren aller Güter in unser Tal damit theoretisch auch teurer, sofern sie mit Diesel oder Benzin kommen.
Vor über 30 Jahren wurde vermutlich mit viel Herzblut die Schnitzelheizung am Kronenplatz an der Lenk in Betrieb genommen. In dem Sinne eine Spitzenleistung. Die damalige Idee mit regionalem Holz zu heizen, hätte sich mehr verbreiten können, als heute Tatsache ist. Unsere Holzwirtschaft und auch die Landwirte würden sich heute bedanken, wenn wir mehr Schnitzelheizungen oder sogar einen Wärmeverbund hätten.
Um die Pionierleistung der Schnitzelheizungen vor 30 Jahren wertzuschätzen, können wir diese Art zu Heizen aktiv fördern. Dazu sind wir als Einzelne gefragt und es braucht gute Rahmenbedingungen. Bereits die heute aktive Gesetzeslage würde es nach meinen Recherchen ermöglichen, dass mit dem oben suggerierten einem Franken pro Tag in einen Wärmeverbund an der Lenk investiert würde.
Ich hoffe, die Abstimmung hilft uns, in diese Richtung zu gehen. Es wäre schade, wenn uns die Angst, dass wir unsere Kanister nicht mehr mit günstigem Benzin füllen können, von solch zukunftsgerichteten und für unsere Region lohnenswerten Projekten abhalten würde.
Als holzverbundene und digital aktive Person bin ich daher klar für das CO2-Gesetz als Wertschätzung für Mensch und Natur. Weg von fossilen Brennstoffen, mehr Holzheizungen und direkte regionale Verwendung von Gütern. Daneben auch eine optimale digitale Erschliessung. Dies sind aus meiner Sicht ideale Voraussetzungen für unsere Wirtschaftszweige Tourismus, Holz und Landwirtschaft.
Mit diesem Leserbrief mache ich gleichzeitig öffentlich, dass ich mich auf Anfrage der EVP (aufgrund meines Engagements für die Konzernverantwortung) für die Berner Grossratswahlen im nächsten Frühling zur Verfügung stellen werde.
Lorenz Fehr, Inhaber Akazie-IT, Lenk