Corona – Zeit – Krise – Neuanfang
Schneller – schneller – globaler – globaler – mobiler. Globale Unzufriedenheit – Krieg.
Still. Unheimlich, geruchlos, schmerzlich, Angst. Unsicherheit? Gestern erst sind wir schnell dahin und dorthin, unser Terminkalender ist voll!
Schier unbemerkt schleicht es an… innerhalb von ein paar Tagen jagt es um die halbe Welt. Es hat keine pinkigen Socken an, surrt nicht wie eine Schmeissfliege. Es ist einfach plötzlich da! Erfasst die ganze Welt. Ausweichen, also in seine eigene Welt gehen. Lockdown. Unheimlich für die einen, erholsam für die anderen. Die Luft ist klar. Draussen sitzt ein Amselmännchen, singt seiner Schönen ein Liebeslied auf dem Apfelbaum. Schwalben fliegen in schöner Formation um die Häuser, schätzungsweise 12 bis 17 Vögel. Ihr Flügelschlag ist ein eindrückliches Rauschen, wenn sie über uns Menschen hinwegziehen.
Die Welt muss nicht gross sein, denn das Schöne ist vor der Haustüre zu sehen. Corona in aller Munde, für die einen ist es immer noch eine Zeitungsente. Für die, die es ernst meinen, ist es ein unsichtbarer Feind, dem man besser mit Respekt und Vorsicht begegnen muss. Unbedingt auf die Regeln achten. Und die, die es erwischt hatten, wissen, was das ist. Die neue Seuche in der modernen Welt. Seuchen gab es immer, ist das eine Menschenregelung, die es seit frühem Mittelalter gibt? Alle paar Jahrhunderte? Oder ist diese, um die Ordnung auf dieser Welt und wieder die zufriedenere Welt herzustellen? Stille, Nachdenken. Handeln, indem man nicht tut, was vorher selbstverständlich war. Warten, Aufpassen. Die Zeit vergehen lassen: sommerlaue Nächte still von dem eigenen Balkon, mit der Familie gemütlich Festli feiern, ohne laute Bum-Bum Musik mit hunderten Menschen, die sich im Takt bewegen, Körper an Körper. Das Zirp-Zirp der Heuschrecken – wie klingen sie doch verschieden, zuhören. Bei Regenwetter die Weinbergschnecken zu sehen, ihre graulichen verschrumpelten Körper gestreckt des Weges kriechen – und mit einem solchen Haus, Rille um Rille in immer kleiner werdender Spirale, nach innen oder von innen nach aussen, je nach Betrachter. Ich weiss es nicht! Wie wird die Welt wohl sein, wenn die Corona-Krise fertig ist? Jedenfalls irgendwie anders, nachdenklicher – und für die, die diese schreckliche Krankheit durchmachen müssen, für diese ist es ein schmerzhafter langer Weg zurück ins neue Leben. Nun hängt es von uns gesunden, oder besser gesagt, vom vernünftigen, normalen, respektvollen Mitmenschen ab, ob unsere Gesellschaft, Wirtschaft soweit gesund bleiben und sich erholen kann. Und nicht noch mehr ins Wirtschaftsloch fällt!
Für einen Neustart braucht es alle von uns und nicht nur den Bundesrat und das BAG. Sie sind Schrittmacher und wir müssen verantwortungsvoll handeln. Dann erst ist alles vorbei. Neuseeland hat es geschafft! Bravo!