Die Bürokraten-Maschinerie rollt wieder
Soeben hat offenbar ein neues Programm seinen Anfang genommen: Trotz Gewebeproben, wird jetzt stichprobenweise an Rindern Blut genommen für BVD-Tests. Selbst BVD freie Betriebe sind davon betroffen. Wenn man TierärztInnen fragt, weshalb Tiere, welche definitiv negativ seien, nochmals getestet werden sollen, bekommt man Antworten in der folgenden Art: «...es könnte..., eventuell..., man wisse nie...», mit andern Worten, man bekommt keine schlüssige Antwort darauf. Die einzig mögliche Antwort, die man sich als Bäuerin/Bauer geben kann: Offensichtlich zuwenig zu tun in den Büros, d. h. wieder mal ein Arbeitsbeschaffungsprogramm, das: a) niemandem nützt, am wenigsten den Tieren, b) unnötig Kosten verschlingt! Wo sind PolitikerInnen, die solchem Verhalten Einhalt gebieten? Antwort: nirgends! PolitikerInnen haben im Gegenteil ein neues Tierseuchengesetz verabschiedet, welches der Bürokratie ermöglicht, noch mehr Geld für Impfstoffe auszugeben, um die Tiere damit voll zu pumpen.
Die Blauzungenimpfung war ja nur der Anfang, allerdings mit schlimmen Folgen für viele Tiere. Ferner kann das Amt für Veterinärwesen Krankheiten ohne Probleme, quasi beliebig als Seuche deklarieren und somit die Pharmaindustrie noch besser unterstützen. Deshalb hoffe ich, dass das Referendum gegen dieses unheilvolle, neue Tierseuchengesetz zustande kommt, damit endlich via Debatte zutage treten kann, was die Ämter immer verschweigen, z. B. dass die Beamten und die Spezialisten vom Bvet entscheidend dazu beigetragen haben, den BVD-Virus in den Rinderherden kräftig zu verbreiten. Die Tierärzte wechselten ja bei der Blauzungenimpfung die Nadel nicht bei jedem Tier. Es kam sogar vor, dass dieselbe Nadel für mehrere Betriebe benutzt wurde. Die z. T. enormen Tierschäden, die daraus entstanden, gingen voll zu Lasten der Tiere und der Bäuerinnen und Bauern. Magdalena Schatzmann, Diemtigen