Die Generation am Ende der Gesellschaft:
Sicher nicht alle Menschen über 65 können mit dem PC umgehen. Ausnahmen gibt es aber immer, es gibt ja auch die superschlauen Alten. Als wir jung waren, gab es noch kein Internet. Gerade wir, die jetzt Rente beziehen, mussten dafür auch hart arbeiten, und dies eben schon als wir noch zur Schule gingen. Damals war auch die Schweiz im Wiederaufbau. Daher waren wir abends müde genug, um zeitlich ins Bett zu gehen. Auch Fernsehen war noch nicht aktuell. Das heisst aber sicher nicht, dass wir dümmer sind als die anderen.
Leider kommt es auch vor, dass Menschen, die sagen, sie hätten noch keinen PC oder zugeben, dass sie nicht SMS schreiben können, mitleidig belächelt werden.
Ärgern tut es mich, wenn im Radio oder Fernseher gesagt wird, sie können unter www… nachschauen, dort ist alles ersichtlich und notiert. Diese gehen einfach davon aus, dass doch der Hinterste und der Letzte so ein Gerät im Gebrauch hat.
Natürlich bin ich nicht dagegen. In der heutigen Zeit braucht es diese Geräte. Ich selber habe ja auch einen PC, um eben die Berichte in der «Simmental Zeitung» zu schreiben und meine Bücher.
Nur kann ich eben nur das aller Nötigste damit anfangen, aber das reicht mir. Ich bin zufrieden mit dem, was ich eben kann, mehr brauche ich nicht. SMS schreiben könnte auch ich sicher noch lernen, aber ich will gar nicht. Ich finde ein Gespräch von Mensch zu Mensch immer noch persönlicher. Dabei kann ich den Menschen in die Augen sehen und bemerken, wenn der oder die mich anlügt, das sieht man eben schon. Es gibt so viele Menschen, die laufen umher, die sehen nichts und hören nichts, am Kopf haben sie Kopfhörer und die Augen sind ständig auf ihr Handy gerichtet. Oft denke ich, die laufen am Leben vorbei. Eines kann man aber sicher aus diesen neuzeitlichen Sachen sicher nicht lernen, nämlich den gesunden Menschenverstand. Edith Kammer, Wimmis