Die Schweiz steuert die Zuwanderung von Ausländerinnen und Ausländer eigenständig

Das ist der Inhalt über den wir am 9. Februar abstimmen, nicht mehr und nicht weniger. Es müsste doch eine Selbstverständlichkeit sein, dass ein Land selbst bestimmen kann, wie viele Menschen zuwandern.

80 000 jedes Jahr, die hierbleiben – verträgt das unser Land? Haben wir für diese Menschen Arbeit, Wohnraum, Erholungsraum, Energie, Strassen, Schiene?

Und unsere Sozialwerke IV, AHV, haben diese die Kraft, all die kommenden Bedürfnisse zu stillen?

Bleiben wir noch attraktiv als Tourismus-Land, auch wenn die Natur immer mehr Flächen hergeben muss?

Haben wir noch genügend landwirtschaftlich genutzte Böden, um unsere Nahrungsmittel zu produzieren?

Auf all diese Fragen müssten wir eine Antwort geben können, denn das sind wir unseren kommenden Generationen schuldig.

Die Initiative gibt die Antwort, dass auch weiterhin eine Zuwanderung stattfinden kann, aber diese von der Schweiz selber gesteuert wird. Eine Antwort, dass das Wachstum sich nicht unkontrolliert weiterentwickelt. Eine Antwort, dass auch im Jahre 2050 noch Menschen in unser Land zuwandern können, weil noch Arbeit, Platz, und Qualität vorhanden ist. Eine Antwort, das unsere Bäuerinnen und Bauern weiterhin Boden haben, um Nahrungsmittel zu produzieren.

Die Argumentation, dass Europa Massnahmen ergreifen würde, die für unser Land Probleme geben könnten, ist nicht auszuschliessen. Aber die Probleme, die entstehen, wenn wir nicht handeln, sind viel grösser. Es kann ja nicht sein, dass das Ziel unserer Politik ist, immer mehr die kurzsichtigen Vorteile hervorzuheben, nur damit wir vor der EU gut dastehen.

Haben wir den Mut, Ja zu stimmen, damit auch unsere Nachkommen noch Ressourcen haben, über die sie verantwortungsvoll verfügen und bestimmen können. Erich von Siebenthal, Nationalrat