Die landwirtschaftlichen Organisationen LOBAG, SBV, SAV usw. vertreten die Basis nicht mehr !!!

Die in der Überschrift erwähnten Verbände und Organisationen brachten es fertig die Basis zu verunsichern, so dass das Referendum gegen die Agrarpolitik (AP-2014–2017) gescheitert ist. Nicht das Referendum und der damit verbundene Abstimmungskampf hätte die Landwirtschaft gespalten, nein die erwähnten Verbände mit ihren Funktionären (Präsidenten und Geschäftsführer) untergraben und verschachern mit ihrer Haltung die arbeitenden Landwirte mit ihren Familien. Ist das Willkür? Ich glaube nicht in jedem Falle, doch der Grund ist ein einfacher. Sie haben die Bodenhaftigkeit verloren und wissen nicht mehr wen sie vertreten sollen. An Stelle sich für die Nahrungsmittelproduktion der gesamten Landwirtschaft einzusetzen und die arbeitenden Landwirte mit ihren Familien zu unterstützen, untergraben sie diese, in dem sie grösstenteils nur noch als Sprachrohre des BLW und Bundesrates J. S. fungieren. Das ist sehr betrüblich, beängstigend und muss als Kapitulation der Verbandsvertreter gewertet werden.

Der Bund hätte den Auftrag, den Selbsternährungsgrad auf minimale 60% zu halten. Dies fordert eine vom Parlament angenommene Motion von Nationalrat Erich von Siebenthal Gstaad. An Stelle diesen Auftrag umzusetzen, erarbeitet das BLW und der Bundesrat eine Agrarpolitik, die trotz wachsender Bevölkerung und einem nur noch fünfzig prozentigen Selbsternährungsgrad die produktive Landwirtschaft benachteiligt und einschränkt. Bald können wir nur noch einen Selbstversorgungsgrad von 45% ausweisen. Hier betreibt der Bundesrat und das BLW mit tatkräftiger Unterstützung der bäuerlichen Verbands- und Organisatiosspitzen ein himmeltrauriges Spiel. Es ist die bittere Realität, dass in absehbarer Zeit die Lebensmittel in unserem Land knapp werden und die Importe verstärkt werden müssen. Fazit davon wird sein, der Bundesrat ist am Ziel und er wird behaupten, entweder hungern wir oder wir schliessen einen generellen Agrarfreihandel ab. An dieser Situation tragen die Verbandsfunktionäre die volle Verantwortung! Hätten diese die Basis nicht verunsichert mit Falschaussagen, wäre das Referendum zustande gekommen. Dies wäre der einzige Weg gewesen, den Agrarfreihandel zu stoppen! Lorenz Dreyer, Weissenburg