Ein guter Zug der Schweiz – Ja zu Fabi
Am 9. Februar stimmen wir über die Finanzierung und den Ausbau der Bahninfrastruktur (Fabi) ab. Dahinter verbirgt sich ein ausgewogener Kompromiss zur Finanzierung unserer Bahnen. Zwei Elemente daraus werden oft kritisiert – leider fälschlicherweise. Erstens die Mineralölsteuer, diese wird jedoch nur noch für die Rückzahlung der NEAT-Schulden verwendet und danach wieder der Strasse zur Verfügung stehen. Zweitens die Begrenzung des Pendlerabzugs auf 3000 Franken. Diese betrifft im Simmental aber nur wenige: Je nach Gemeinde sind zwischen fünf und 30 Prozent aller Steuerpflichtigen davon betroffen. Einerseits, weil viele keine oder nur wenig Bundessteuer zahlen. Und andererseits, weil viele im Simmental kurze Arbeitswege haben. Wer beispielsweise mit dem Auto von der Lenk nach Zweisimmen pendelt, kann weiterhin seine vollen Kosten abziehen. Fabi garantiert auch eine nachhaltige Finanzierung der Bahninfrastruktur: Der neu zu schaffende Bahninfrastruktur-Fonds kann sich nicht verschulden. Er kann jedes Jahr nur so viel ausgeben, wie er auch einnimmt. Dieses Geld wird vor allem in den Unterhalt der Bahninfrastruktur fliessen und damit die Sicherheit gewährleisten. Ausserdem sollen auch punktuell Kapazitäten ausgebaut werden, so zum Beispiel im Raum Bern. Diese sichern nicht zuletzt auch dem Simmental weiterhin direkte Züge bis nach Bern. Diese Verbindungen sind nicht nur für Schülerinnen und Studenten aus dem Simmental wichtig. Auch für die Gäste aus dem Unterland sind sie ein wichtiger Faktor – welche Bergtäler erreicht man sonst ab Bern ohne umzusteigen.
Die Bahnen in der Schweiz sind im internationalen Vergleich Spitze. Das ist gut so, nicht zuletzt auch für unsere Umwelt. Mit Fabi können der weltweit einzigartige Ausbaustandard und die hohe Qualität des öffentlichen Verkehrs auch in Zukunft gewährleistet werden. Deshalb stimme ich am 9. Februar Ja zu Fabi .Daniel Baehler,
Bern und Blankenburg