Frühlingsspaziergang

Die Abfall-Sammlung meines nach der Schneeschmelze zur Tradition gewordenen Frühlingsspazierganges sowie deren Auswertung ist abgeschlossen. Das Ergebnis 2012 dürfte unter Umständen spannender zu lesen sein, als das Ergebnis gewisser Abstimmungen, bei denen das nicht jedermann leicht verständliche Proporzsystem zur Anwendung kommt. Dabei gilt es zu beachten, dass mein Spaziergang nur ungefähr 500 Meter lang ist, mich aber jeweils mehrere Stunden strenger Arbeit kostet. Denn es gilt, in recht steilem und nassem Gelände immer wieder ab- und aufzusteigen. Selbstverständlich tat ich dies freiwillig, ausschliesslich der Umwelt zuliebe. Die beiden talseitig kurzen Waldstücke der Oeschseitenstrasse vom Altenried Richtung Oeschseite sind offenbar geradezu prädestiniert, Leergut, welches nicht mehr benötigt wird aus dem fahrenden Auto zu werfen. Auffallend dabei, dass offenes Land vor und nach oben genannten Waldstücken bewusst verschont blieb, (was doch immerhin auf ein gewisses Umweltbewusstsein im Sinne der Landwirtschaft schliessen lässt) und dass über die Hälfte der weggeworfenen Bierflaschen den Deckel wieder aufgeschraubt hatten.(!!) Nach stehend einige Zahlen der heurigen Frühjahrssammlung:

Bierflaschen 3 dl: 155; Bierdosen Alu: 50; Bierflaschen PET: 45; Schnapsflaschen 1 lt.: 2; Schnapsflaschen 2 dl.: 2; Weinflaschen 7 dl. : 2

Immerhin fanden sich auch eine Minderheit Gebinde nicht alkoholischer Getränke: Cola/Rivella/Diverse (PET): 15; Bierdosen Alu: 6.

Im weiteren kamen unter anderem folgende Verpackungen zum Vorschein: Zigarren Original Krumme: 1; Zigarren Brasil Havana: 1; Zigarren Dannemann: 1; Chocolat Cailler Branchli: 25; Schmerzmittel (Saridon forte, Treupel): 3.

Verglichen mit vergangenen Jahren und um noch einmal die Politik als Vergleich heranzuziehen, bewegen sich die Stückzahlen verhältnismässig in etwa gleich, obwohl vor zwei Jahren praktisch doppelt soviel Glas zu verzeichnen war d.h., es gab wenige Sitzverschiebungen. Oder doch? Denn ALDI ist dieses Jahr neu vertreten, jedoch schwierig zuzuordnen. Dafür fehlte dieses Jahr ein kompletter Satz Pneus eines Kleinwagens, einige Meter Drahtseil, sowie offenbar eiligst entledigte Unterhosen; es dürfte sich hierbei wohl um ein Restmandat gehandelt haben.Ernst Hauswirth, Zweisimmen