Gemeinderatswahlen

Die Gemeinde Lenk basiert in wirtschaftlichen Bereichen auf den drei Säulen Berglandwirtschaft, Tourismus und Gewerbe.

Nachdem der Druck auf die Beherbergungsbetriebe etwas nachlassen sollte, ist im Bereich der Bauwirtschaft mit erheblichen Belastungen zu rechnen und zwar nicht nur im Jahr 2014, sondern auch in den Folgejahren dürfte ein harter Existentskampf für das Baugwerbe angesagt sein.

Grund dafür ist vor allem die Zweitwohnungsinitiative von Franz Weber. Während die Gebirgskantone (zu denen sich endlich auch der Kanton Bern zählt) den bestehenden Spielraum des Bundesrates zum Gesetz zur Initative ausreizen wollen, enthält der Entwurf für die Umweltorganisationen zu viele Schlupflöcher und sie drohen bereits mit dem Referendum. Auch die gesamtwirtschaftliche, vor allem die finanzielle Lage der Schweiz, Europa und Übersee ist im Moment nicht allzu rosig und könnte im Zweitwohnungssektor zu empfindlichen Störungen führen.

Es muss durchaus damit gerechnet werden, dass der Bau von neuen Ferienchalets rückläufig sein wird, vor allem für die Gemeinden (zum Beispiel ja auch Lenk), die mehr als 20 Prozent Zweitwohnungsanteil ausweisen. Der Verwaltungsapparat zu vielen vorgesehenen Kontrollen wird empfindlich aufgebläht und verursacht Zusatzkosten, die nicht gedeckt sind durch entsprechende Einnahmen. Alles in Allem: eine Situation, die alle beteiligten Gemeinden und deren Baugewerbe tangieren und erheblich belasten wird.

Es könnte durchaus auch dazu führen, dass einzelne Betriebe schliessen müssen, verbunden mit einem zu erwartenden Umsatzrückgang für das Gewerbe, der zu Arbeitsplatzverlusten führen könnte.

Also stehen uns wirtschaftlich sehr harte Zeiten bevor und rauhe Winde dürften vielen Arbeitgebern – und -nehmern – unliebsam Entgegenwehen. Ganz zu schweigen davon, wie sich das auf unsere Gemeindefinanzen auswirken wird.

In solchen Zeiten ist es sehr wichtig, dass die Gemeindebörden, vor allem der Gemeinderat, mit Persönlichkeiten besetzt sind, die über die notwendige berufliche Erfahrung verfügen und in der Lage sein werden, ihr ganzes Know-How als Unternehmer abzurufen, um damit die Voraussetzungen zu schaffen, dass unsere Gemeinde den Tritt nicht verliert.

Das kann man am nächsten Wochenende unter anderem mit der Wahl der Richtigen Kandidaten für den Gemeinderat, direkt beeinflussen. Hans Forrer