Gedanken zur Postautolinie 270 Zweisimmen–Boltigen

Grundsätzliche Zufriedenheit: Ja – Aber…

Besteht ein Handlungs- und Optimierungsbedarf? Hat sich der bisherige Fahrplan-, beziehungsweise das ÖV-Angebot bewährt?

Auch ich bin dankbar, dass die Gemeindebehörden von Zweisimmen und Boltigen nun auf die zum Teil unbefriedigenden Verhältnisse reagieren. Ein erstes positives Zeichen, das die vom ÖV-abhängige Bevölkerung beider Gemeinden hoffen und mitwirken lässt.

Hier einige Kritikpunkte, die unbedingt und baldmöglichst verbessert werden sollten:

Die langen, zeitlichen Fahrplanlücken am Vormittag (fünf Stunden) und am früheren Nachmittag (drei Stunden) müssten unbedingt mit zwei, beziehungsweise einem Angebot aufgehoben werden.

Am Samstag sollte auch in der Frühe ein Angebot bestehen. Es gibt Menschen, die auch am Samstag, beziehungsweise Sonntag arbeiten!

Der Sonntag darf nicht mehr ohne ÖV-Angebot sein. Nebst einigen Bewohnerinnen und Bewohnern der Bäuerten sind es auch Wandertouristen, die um einen Bus oder einen «Halt auf Verlangen» (BLS) froh wären. Kaum jemand versteht, warum dieses Angebot am Sonntag nicht besteht!

Postauto-freie Zeiten: Laut Nachfrage bei der BLS wäre ein «Halt auf Verlangen», wie wir es schon früher vorschlugen, möglich.

Ausrichtung des Busangebotes und Anschlussbeziehungen auf den Verkehrsknoten Zweisimmen?

Diese Frage in der Volksbefragung ist berechtigt. Nun wird aber bald mit dem Umbau des gesamten Bahnhofareals in Boltigen begonnen; eine Investition von vorangeschlagenen 16 Millionen und mehrFranken!

Welche Variante ist sinnvoller?

Die Befragung wird es zeigen.

Es gilt nun, die Meinungen auf den Fragebögen der Gemeinde Boltigen festzuhalten. Hoffen wir, dass dann auch die Regionale Verkehrskonferenz Oberland West, das kantonale Amt für öffentlichen Verkehr und die Politik effizient handeln werden, zum Wohle und zur Gerechtigkeit für die betroffene Bevölkerung. (Auch wenn es eine Minderheit ist.)

Zum Schluss gilt der Dank auch den Chauffeuren und Unternehmen von «Postauto», der AFA (bis Mitte Dezember 2019) und dem verständnisvollen Zugpersonal (Lokführer- und Zugbegleiter/-innen) der BLS. Auch für sie wäre ein veränderter Fahrplan angenehmer. , Weissenbach