IG Spitalversorgung Simmental/Saanenland

Hurrah – Gemeinderatswahlen!

Zehn Kandidaten für sechs Gemeinderatssitze! Ein erfreuliches Novum im ständigen Landauf-Landab-Gejammere über fehlende und willige Nachfolger.

Gibt’s Nachfolger für weitere Heldentaten?

Vorab herzlichen Dank allen Kandidaten für ihre Bereitschaft.

Einen riesen Mut haben die heutigen Vorgänger bewiesen, als diese Projekte aufgleisten, welche Millionen, ja sogar solche mit immer wiederkehrenden Beiträgen verschlungen haben. Allen vorab seit rund 16 Jahren für die Bergbahnen, Tourismusförderungsbeiträge und weitere mehr. Oder war es Aufgabe der Gemeinde, das Tafelsilber im heutigen Gebiet der neuen Migros zu verkaufen.

Der Käufer dieses «Paradeplatzgrundstückes» hat es kürzlich bereits wieder an einen neuen Besitzer weiterverkauft. Auf der gegenüberliegenden Gemeindeseite wurde ein imposantes Gebäude mit fast einem zweistelligen Millionenbetrag erstellt, obwohl eine Mehrzwecksporthalle immer noch ihrer Verwirklichung nachträumt. Auch ohne deren Verwirklichung werden wir Bürger jetzt vor einer sich ergebenden, grossen Verschuldung gewarnt. Reicht etwa der Verkauf des Tafelsilbers für eine etwaige Mitfinanzierung des Spitals bereits nicht mehr, fragt die IG?

Waren dies alles Projekte, welche Aufgabe der Gemeinde waren, um diese auch mit Steuergeldern mitzufinanzieren? Zum Teil sogar mit Steuererhöhungen?

Doch der grösste Arbeitgeber in der Region, das Spital, gehört gemäss Aussagen vieler Kandidaten nicht zu den Gemeinde-Aufgaben! Bei einem Nein, welche die Mehrzahl der Kandidierenden auf ihre Fahnen schreiben, wollen diese Kandidierenden den Weiterbestand des Spitals torpedieren und womöglich bis zu 80 Stellen vernichten (früher waren es sogar 170).

Wollt ihr Kandidaten der Standortgemeinde wirklich, dass das Spital zu einem Klein-Medi-Center heruntergefahren wird? Wollt ihr, dass Ärzte und Spitalpersonal eine neue Arbeitsstelle ausserhalb des Tales suchen müssen und sogar wegziehen? Seid ihr bewusst, dass unsere überschuldete Gemeinde infolge dessen noch mehr Millionen an Steuererträgen verlieren würde? Leider war die FDP inklusive ihrer Ratspräsidentin immer für ein Medi-Center. Die GLP und Mitte haben sogar im Kantonsparlament die ländlichen Spitäler abservieren wollen.

Die IG hofft, dass die Stimmbürger erkennen, welche Aufgaben ihre neuen Kandidaten zu erfüllen haben. Die IG erwartet, dass sie sich für den Erhalt des Spitals einsetzen. Dürfen wir daran erinnern, dass unsere Gemeinde Zweisimmen über Jahrzehnte die Bedeutung als Zentrumsort eingenommen hatte. Wir fragen euch, Kandidaten, warum dies nicht mehr euer Ziel sein darf! IG Spitalversorgung

Simmental/Saanenland