Informationsabend der BDG in Gstaad, vom 4. Dezember 2013

Werte Herren Verwaltungsräte der BDG. Die Bevölkerung von St.Stephan hat den Eindruck, dass wir von Ihnen nicht ernst genommen werden.

Wir sind sicher bereit, Sparmassnahmen mitzutragen. In einer kleinen Gemeinde wie St.Stephan muss man immer haushälterisch mit den Finanzen umgehen, da keine hohen Steuererträge eingehen.

Fakt ist aber, dass seit 1980 als die Sesselbahn Ried-Längenbrand erbaut wurde, nie mehr auch nur einen Franken in Erneuerungen investiert wurde. Weder in die Bahn, die Piste, noch in eine Beschneiungsanlage. So kann eine Bergbahn auch langsam zu Tode gespart werden!

Hätte man aber in geraumer Zeit die Bahn erneuert, in angemessener Art und Weise – wir brauchen keine 8ter Gondelbahn –, eine leichte Pistenkorrektur angebracht und die Beschneiungsanlage erstellt, so würde unsere sehr attraktive Talabfahrt bestimmt auch besser frequentiert sein, als dies heute der Fall ist. Die Beschneiungsanlage hätte mit dem Wasser der Simme, von den ersten zehn Metern an, genutzt werden können. Ohne das Wasser kilometerweit zu pumpen, hätte der fehlende Ast Ried–Längenbrand–Parwengensattel–Kaltenbrunnen–Saanerslochgrat versorgt werden können.

Über den Finanziellen- sowie Imageschaden haben unsere Referenten Fritz Perren, Gemeindepräsident und Manfred Lempen, ehemaliger Gemeinderat und Bankverwalter von St. Stephan ausführlich berichtet. Fragen über die Grösse der Einsparungen bei einer Teilschliessung der Sesselbahn Ried-Längenbrand wurden einfach unter den Tisch gekehrt und nicht beantwortet.

Eine plumpe Antwort «Ihr chönnt ja ufs Zügli», war schon alles. Umsatzzahlen von anderen Kassen bei Talstationen z.B. Wasserngrat, Wispile, Gondelbahn Gstaad-Eggli, Rellerli usw., die interessiert hätten, kamen nicht ans Tageslicht. Der Informationsabend war aus meiner Sicht unvollständig.

Die Präsentation der teuren drei Varianten war schwach und zu wenig vorbereitet.

Am Schluss des Abends von uns eine Würdigung zu erwarten, war wohl ein wenig vermessen. Infoabendbesucher,

Robert Perren St.Stephan