Ja zur Spitalstandortinitiative!
Ein neues Zeitalter überschwemmt schweizweit, aber insbesondere den Kanton Bern, mit zentralistischer Gesinnung durch die Regierung, Verwaltung und das Parlament mit der Erschaffung von funktionsuntauglichen Konstrukten. Diese nach dem Wunschdenken, die Spitalpolitik in unternehmerischen sowie betriebswirtschaftlichen Aktiengesellschaften zu betreiben.
Alle sind der Auffassung, das Gesundheitswesen ist ein freier Markt, den man spielen lassen kann, um den wandelnden Marktbedingungen gerecht zu werden. Das Gesundheitswesen ist kein funktionierender, freiheitlicher Markt! Hier einige Anschauungsbeispiele und Zahlen:
Bund, Kantone, Spitalverbände, Krankenkassenverbände, Pharmaindustrie und der Konsumentenschutz verhindern durch ihre Interessen den freien Markt. Die Zahlen vom Bund bestätigen, dass 80 Prozent der Behandlungen Bagatellfälle sind sowie 20 Prozent unnötige Behandlungen, die durch das Dienstleistungsangebot im teuren Zentrumsspital zu einem höheren Tarif schrankenlos behandelt werden.
Platz 23 belegt der Kanton Bern im Vergleich der Prämienbelastung der Krankenkassen bezüglich kantonaler Ranglisten. Unter dem Sparargument der Organe und Erfüllungsgehilfen der Verwaltungen sind in den letzten Jahren öffentliche Landspitäler, Geburtenabteilungen und Notfallstationen geschlossen worden. Der bernische Steuerzahler zahlt jährlich eine Milliarde Franken in das Spitalwesen ein. Die öffentlichen Spitäler gehören zu 100 Prozent dem Berner Volk. Und zu guter Letzt wird mit Halbwahrheiten betreffend Qualität, Quantität und wunschgesteuerten Fallzahlen die Spitallandschaft im Kanton Bern zerstört.
Fazit: Mit fortlaufender Kurzsichtigkeit und unabsehbarer Regulierungswut treffen Spitalführungen teurere wie auch unternehmerische Fehlentscheide. Der Marschhalt heisst Spitalstandortinitiative, damit der Dominoeffekt gestoppt wird!
Ja zur Spitalstandortinitiative, zugunsten der ländlichen wie städtischen Bevölkerung, und keine weitere Verschlechterung der Versorgungssicherheit. Das Gesundheitswesen krankt, es ist höchste Zeit für einen Richtungswechsel. Thomas Klossner,
Latterbach