Luchs und Wolf bleiben weiter ein Thema in den Medien

Als alter Praktiker war mir längst bewusst, dass auch Schutzhunde in topografisch schwierigem Gelände wie Morgeten, wo sich die grossen Weideflächen für Schafe über eine Höhendifferenz von über 600 Höhenmeter erstreckt, keine Garantie sind, für den absoluten Herdenschutz.

Die jüngsten Schadenfälle beweisen nun, dass wohl praktische Erfahrungen und langjährige Tätigkeit in der Alpwirtschaft soviel zählt, als die Theorie von den immer «Besserwissern» des «Bufa» und dem Amt für Naturschutz! Ein gut gezielter Schuss aus der Jagdflinte, oder wenn nötig aus dem Karabiner, auf diese Killer, wäre der einzige erfolgreiche Herdenschutz. Unsere Vorfahren haben uns von diesen Räubern befreit und niemand hat sie vermisst, als nun mehr als 200 Jahren Absenz von Grossraubwild in unseren Regionen, wird von Fanatikern für Toleranz und Wiederansiedlung dieser Reisser geworben. Mit kostbilligen Projekten zu Lasten der Steuerzahler, werden gut honorierte Wildbiologen eingesetzt, um dem Volk beizubringen, dass es sich um eine Massnahme handele, um das Gleichgewicht in der Natur zu erhalten und zu fördern. Das zu glauben oder auch nicht, kann jeder einzelne selber abwägen, eines aber ist sicher, die Geschädigten durch diese Theorie sind vor allem Schafhalter Klein- wie auch Rindviehzüchter, was meistens bewiesen ist.

Der dritte Teil von unserem gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche ist Alpen- und Weidefläche, mit Mühe und Fleiss von einer kleinen Minderheit gepflegt und genutzt.

Es bleibt im Interesse der Gesamtbevölkerung wie auch für den Tourismus, dass unsere Tätigkeit weiterhin bestehen kann. Durch unseren Einsatz, wenn auch mit geschätzten Alpungsbeiträgen, wird der Umwelt weit mehr Dienst erwiesen und Artenvielfalt erhalten, als Luchs und Wolf bringen.

Als Feinde aller Wiederkäuer wurden diese Reisser seit Jahrhunderten bekämpft und es wird dem Amt für Naturschutz und dem «Bufa» nie gelingen, uns zu Wolfsfreunden zu bekehren, auch wenn wir dabei im Notfall auf Selbsthilfe angewiesen sind. Hans Haueter, Oberwil