Milchschwemme – SVP schreit nach mehr Staat
Ich bin ein Milchbauer, der im Jahr 2008 wie alle andern Milch produzierenden Bauern Empfehlungen und Briefe erhalten hat, man solle so früh wie nur möglich aus der Milchkontingentierung aussteigen. Die Verbandsverantwortlichen würden dann schon zum Rechten schauen.
Heutige Situation: Ein totales Chaos, Milchseen, Butterberge usw. Die Bauern lassen sich die verschiedensten Preisabzüge für ihre Milch gefallen, Preisabzüge für hohe Entlöhnung der Verbandsbarone, für Fettverwertungsfonds, für Milchpulveraktionen, für Export-Verschleuderungen, für Butterabräumaktionen usw. Auf der andern Seite gibt es kaum eine Hochleistungskuh-Ausstellung, an der die Herren Nationalräte Aebi, Zemp und Walter nicht anwesend sind. Ausstellungen mit aufgebauschten Kühen, die zu einem grossen Teil mit Importkraftfutter aus dem Ausland fett gefüttert wurden.
Fazit: Alle Versprechungen der hoch bezahlten Verbandsherren haben sich als Quatsch entpuppt. Die Geprellten sind die gutgläubigen Bauern. Jetzt rufen genau die Politiker, die immer mehr Freiheit und weniger Staat predigen, wieder nach mehr Staat, sprich Steuergelder. Welch unglaubliche Versager und Bauernfänger. Ja nu, jetzt haben die Milchbauern ja die Möglichkeit, alle ihre Fallgrubensteller, die da z.B. heissen: Aebi, Walter, Rösti und Co wiederzuwählen… Alles Gute für die Zukunft wünsche ich, ein Milchbauer, der seine Milchmenge schon lange selber reguliert, ohne jemals den Versprechungen unserer Apparatschicks geglaubt zu haben. Lorenz Kunz, Diemtigen