Stromgewinnung auf Gemeindeliegenschaften
Nachbargemeinde geht mit gutem Beispiel voran
Anlässlich der Mai-Gemeindeversammlung verlangte ich Auskunft, wie viel Geld die BKW der Gemeinde Boltigen jährlich ausschüttet und wofür dieses Geld verwendet wird. Bekanntlich bekommt die Gemeinde von der BKW pro Kilowatt Stromverbrauch eine Entschädigung im Maximum jährlich 300 Franken pro Strombezüger. Mir schwebte vor, dass die Gemeinde von diesem Geld, im Jahr über 60 000 Franken, alternative Energien fördern sollte (zum Beispiel Photovoltaik-Anlagen) auf Gemeindeliegenschaften wie Schulanlagen, Verwaltungsgebäuden oder andere Gemeindeliegenschaften. In Zweisimmen wurden kürzlich auf zwei Schulhausdächern solche Anlagen angeschlossen. Hier wurden die Projekte über Swissgrid und einen privaten Verein abgewickelt. Da bei Swissgrid eine lange Warteliste besteht und die Gemeinde nicht als Bauherr auftreten kann, sehe ich für Boltigen eher, dass die Gemeinde auf eigene Rechnung solche Anlagen baut, vorab für den Eigenbedarf. Nachdem an der Gemeindeversammlung der Gemeinderatspräsident zugesichert hat, sich vertieft damit zu befassen, verzichtete ich vorerst auf einen Antrag auf Zweckbindung der jährlichen BKW-Beiträge an die Gemeinde.Hermann Scheiben, Boltigen