Nein zu den extremen Agrar-Initiativen – und ich nehme an der Abstimmung teil!

Inzwischen stehen wir wenige Tage vor der wegweisenden Abstimmung über die beiden Agrar-Initiativen. Ab jetzt können wir nur noch zwei Dinge tun: Hoffen, dass es uns gelungen ist, der Bevölkerung aufzuzeigen, dass die Schweizer Landwirtschaft für sauberes Trinkwasser und eine nachhaltige Lebensmittelproduktion einsteht. Und an der Abstimmung teilnehmen.

Die Argumente beider Seiten wurden ausreichend dargelegt. Stimmbürger, welche sich am 13. Juni aktiv einbringen wollen, haben sich mehrheitlich entschieden. Obwohl ich selber nicht mehr auf einem Betrieb lebe, bleibe ich mit der Landwirtschaft eng verbunden und vertraue ihrer Kompetenz und ihrer Entwicklungsfähigkeit voll und ganz.

Zudem richten meine beiden Töchter ihre berufliche Zukunft ebenfalls in landwirtschaftsnahen Bereichen aus. Für mich persönlich triftige Gründe, mich im Abstimmungskampf aktiv zu engagieren.

Erfahrungswerte der letzten Jahre zeigen leider deutlich, dass wir Frauen und Männer vom Land mehrfach Abstimmungen und Wahlen verloren haben, weil die Stimmbeteiligung beschämend tief war. «Es nützt ja sowieso nichts», «es betrifft uns nicht», oder «die Städte haben das für uns entschieden» zählt einfach nicht! Wer solche Aussagen macht, macht es sich bequem und nimmt weder Eigenverantwortung, noch Verantwortung für die Zukunft in ländlichen Gebieten wahr.

Deshalb unbedingt die Stimmzettel ausfüllen und sie an die Urne bringen. Lasst nicht zu, dass ein weiteres Mal die Städte über unsere Zukunft entscheiden.

Heidi Glatthard Vorstandsmitglied Verband Bernischer Landfrauenvereine, Schattenhalb