Pauschalbesteuerung: Welche Ausländer wollen wir?

In der Schweiz leben derzeit rund 1,7 Millionen Ausländer, wovon zehntausende finanziell unterstützt werden müssen. Jährlich wandern rund 100 000 Personen in die Schweiz ein.

Davon werden rund 400 Personen pauschal besteuert. Sie gehören mit Abstand zu den besten Steuerzahlern und tätigen in der Schweiz Investitionen in Milliardenhöhe.

Davon profitieren wir alle, auch Ausländer in der Schweiz, welche aus verschiedenen Gründen auf Hilfe angewiesen sind.

Pauschal besteuerte Personen sind sehr gute Steuerzahler. Im Durchschnitt bezahlen sie in der Schweiz pro Jahr 115 000 Franken Steuern. Insgesamt beträgt das Steueraufkommen der rund 5 000 Pauschalbesteuerten jährlich 578 Millionen Franken. Sie erzielen praktisch sämtliche Einkünfte im Ausland und zahlen dafür dort bereits Steuern. Die Pauschalsteuer ist für sie also eine zusätzliche Steuer. Es ist falsch zu glauben, dass eine Pauschalsteuer unfair sei und sie gegenüber uns Bürgern zu wenig Steuern bezahlen. Vielmehr sollten wir die Steuereinkünfte dankend entgegennehmen und uns darüber freuen, welche Wertschöpfung sie generieren und einsehen, welche Tragweite sie in unserer Region haben.

Die zurzeit noch in unserer Region lebenden pauschal besteuerten Personen kennen seinesgleichen und bringen wiederum solche in unsere Gegend. Unsere Region hat grosses Potential Pauschalbesteuerte zu beherbergen, respektive anzusiedeln. Die Ansiedelung von wohlhabenden, ausländischen Privatpersonen ist für unsere Bergregion ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Wer bezahlt diese Steuerausfälle, wenn diese Einnahmen plötzlich fehlen? Wie kann sich eine Gemeinde und Tourismusregion weiter entwickeln und die nötigen Unterhalte bezahlen, wenn diese Steuereinnahmen fehlen? Wahrscheinlich nur durch Steuererhöhungen! Wollen wir das wirklich? Diese Problematik betrifft auch Regionen, welche keine Pauschalbesteuerten beherbergen (durch Lastenausgleich etc.). Wie können wir Arbeitsplätze halten oder gar generieren und Lehrlinge ausbilden, wenn plötzlich eine solche Wertschöpfung verloren geht? Aus diesen Gründen lege ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ans Herzen: Legen Sie am 23. September zur Volksabstimmung über das kantonale Steuergesetz zweimal «Nein» in die Urne. Präsident Gewerbeverein Lenk /

Toni Brand